Der Salzkotten Marathon stand wie jedes Jahr im Zeichen des Sports, der Gemeinschaft und des Durchhaltens.
Tausende Zuschauer jubelten, Hunderte Läufer kämpften sich bei bestem Wetter durch die Straßen von Salzkotten – ein Fest des Laufens, das Emotionen schürte und Menschen verband.
Doch was als Feier des Sports begann, endete in tiefer Trauer. Nur wenige Meter hinter der Ziellinie brach ein 39-jähriger Läufer aus Paderborn-Schloß Neuhaus, der auf der 10-Kilometer-Strecke unterwegs gewesen war, plötzlich zusammen. Das Publikum jubelte noch, ahnte nichts von dem Drama, das sich inmitten der Zielzone abspielte. Sanitäter eilten herbei, begannen sofort mit der Reanimation – doch der Kampf um sein Leben blieb ohne Erfolg.
Ein Moment, der die Stille brachte
Der Tod des Läufers überschattete alle Siege, alle Zeiten, alle Geschichten des 16. Salzkotten Marathons. Die Stimmung kippte, als sich die Nachricht unter den Teilnehmern verbreitete. Ein Tag, der für viele mit Stolz und Euphorie begonnen hatte, verwandelte sich in einen Alptraum.
„Es ist ein harter Schicksalsschlag, der uns alle zutiefst erschüttert.“ Mit diesen Worten versuchte Ulrich Berger, Bürgermeister von Salzkotten und Schirmherr der Veranstaltung, das Unfassbare in Worte zu fassen. Sein Blick wirkte leer, sein Ton schwer – die Leichtigkeit des Tages war verschwunden. Salzkotten Marathon – plötzlich nicht mehr nur ein Name für ein Sportevent, sondern auch für einen Ort der kollektiven Trauer.
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Auch Sascha Wiczynski, Organisationsleiter des Laufs, rang um Fassung. „Wir sind erschüttert über das, was geschehen ist. Trotz einer insgesamt sehr erfolgreichen Veranstaltung mit vielen bewegenden Momenten überwiegt nun die Trauer.“
Eine Familie, mitten im Albtraum
Das Schicksal des verstorbenen Läufers wiegt besonders schwer, weil er nicht allein angereist war. Teile seiner Familie liefen ebenfalls beim Salzkotten Marathon mit – und mussten vor Ort erfahren, dass ihr geliebter Mensch nicht mehr nach Hause zurückkehren würde. Eine Seelsorgerin begleitete sie noch im Salzkottener Rathaus, während draußen der Applaus verstummte.
Die Veranstalter betonten, dass die Rettungskräfte professionell und sofort reagierten. Doch das tragische Geschehen lässt viele sprachlos zurück. Trotz aller medizinischen Bemühungen konnte das Leben des Sportlers nicht mehr gerettet werden – im Krankenhaus wurde die bittere Gewissheit zur Realität.
Ein Marathon, der sein Gesicht verlor
Der Salzkotten Marathon war sportlich gesehen ein Erfolg: Gute Organisation, viele glückliche Teilnehmer, emotionale Zieleinläufe. Doch all das wurde in den Hintergrund gedrängt, als der Tod eines Läufers die Bühne betrat.
„Unsere Gedanken gelten in allererster Linie der Familie des verstorbenen Läufers.“ Die Worte des Veranstalters wirken ehrlich – und dennoch hilflos. Was kann man sagen, wenn Freude zu Schmerz wird, wenn Applaus in Stille kippt?
Der 16. Salzkotten Marathon wird in Erinnerung bleiben – aber nicht wegen Siegerzeiten oder Rekorden. Sondern wegen eines menschlichen Verlustes, der die Gemeinschaft erschütterte. Dieser Tag hinterlässt eine Leere, wo eigentlich ein stolzer Moment hätte stehen sollen.
Ein Name, den keiner vergisst
Der Name des Läufers wurde bewusst nicht veröffentlicht – aus Respekt gegenüber der Familie. Doch seine Geschichte ist nun unauslöschlich mit dem Salzkotten Marathon verbunden. Sein letzter Lauf wird nicht vergessen werden. Die Laufszene trauert, nicht nur in Ostwestfalen, sondern weit darüber hinaus.
Ein Mensch kam, um sich selbst zu überwinden. Er hat gekämpft. Er hat das Ziel erreicht. Und dann – war plötzlich alles still.
Erst wenige Tage zuvor gab es bei einer anderen Laufveranstaltung ebenfalls einen Todesfall zu vermelden: Tragödie beim Flughafenlauf: Läufer stirbt kurz vor dem Ziel

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