Barcelona Marathon
Barcelona Marathon (Foto © RPM MKTG)
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Ergebnisse Barcelona Marathon 2026: Haben wir einen Weltrekord gesehen?

Am 15. März 2026 wurde Barcelona erneut zur Kulisse eines der bedeutendsten Marathonereignisse in Europa, als sich 32.000 Läufer auf die 42,195 Kilometer lange Strecke durch die katalanische Metropole machten.

Der Zurich Marató Barcelona lockte Teilnehmer aus der ganzen Welt in die spanische Küstenstadt. Das Event war bereits drei Monate vor dem Startschuss ausverkauft – ein Rekord in der Geschichte des Rennens.

Die Strecke: Urban, flach und sehenswert

Der Start erfolgte um 8:30 Uhr am Passeig de Gràcia, einer der prachtvollsten Straßen Barcelonas. Von dort führte die Strecke die Teilnehmer durch das Herz der Stadt, vorbei an architektonischen Highlights wie der Sagrada Família, dem Camp Nou und entlang der mediterranen Küstenlinie.https://vg06.met.vgwort.de/na/5f668a6679614219b333fea1ee292208

Der komplett urbane Kurs präsentierte sich größtenteils flach mit nur sanften Anstiegen, was ihn zu einer schnellen Strecke machte. Die Läufer passierten die Casa Batlló, die Plaça de Catalunya, das Kolumbus-Denkmal und den Parc de la Ciutadella. Ein besonderes Highlight bildete der Abschnitt entlang der Av. Litoral mit Blick auf das Mittelmeer. Das Ziel befand sich beim Arc de Triomf, dem historischen Triumphbogen aus dem Jahr 1888.

Organisation und Atmosphäre

35 Tempomacher unterstützten die Läufer dabei, ihre Zeitziele zu erreichen. Sie führten die verschiedenen Gruppen in sieben unterschiedlichen Geschwindigkeiten: 2:45, 3:00, 3:15, 3:30, 3:45, 4:00 und 4:30 Stunden. Alle fünf Kilometer warteten Verpflegungsstationen mit Wasser, isotonischen Getränken, Vaseline, Obst und Schwämmen auf die Teilnehmer.

Das Zeitlimit für die Marathondistanz betrug sechs Stunden. Die Zuschauer säumten dicht gedrängt die Straßen und sorgten für eine mitreißende Stimmung entlang der gesamten Strecke. Livebands und enthusiastische Anfeuerungsrufe machten das Rennen zu einem 42,195 Kilometer langen Fest.

Ein Debüt das sofort Geschichte schreibt

Fotyen Tesfay aus Äthiopien lief bei ihrem ersten Start über die klassischen 42,195 Kilometer direkt in die Geschichtsbücher und beendete das Rennen in 2:10:51 Stunden. Damit katapultierte sie sich auf Platz zwei der ewigen Weltbestenliste, nur hinter dem Skandal-Weltrekord der wegen Dopings gesperrten Ruth Chepngetich.

Die 28-jährige war bereits vor dem Start als drittschnellste Halbmarathonläuferin der Geschichte bekannt. Beim Zurich Barcelona Marathon zeigte Tesfay nun, dass sie auch über die doppelte Distanz zu den Schnellsten der Welt gehört. Am Ende fehlte der Marathon-Debütantin weniger als eine Minute auf den aktuellen Weltrekord.

Frühes Tempo auf den Straßen von Barcelona

Der Einstieg in das Rennen war alles andere als vorsichtig. Tesfay orientierte sich an zwei männlichen Tempomachern und legte die ersten zehn Kilometer in 31:05 Minuten zurück. Der Plan war klar: ein aggressiver Rhythmus von Beginn an.

Beim Halbmarathon zeigte die Uhr 1:05:05 Stunden. Zu diesem Zeitpunkt hatte sich Tesfay längst von der Konkurrenz gelöst. Bis zur 30-Kilometer-Marke blieb das Tempo hoch, dort lag sie bei 1:32:00 Stunden und steuerte weiter zielstrebig durch die Straßen der katalanischen Metropole. Hinter ihr kämpfte das Feld bereits um die verbleibenden Podestplätze.

Der Weltrekord als große Mission

Das große Ziel war der Marathon-Weltrekord von 2:09:56 Stunden, aufgestellt von der bereits erwähnten Ruth Chepngetich beim Chicago Marathon 2024. Bis Kilometer 40 schien Tesfay noch im Bereich einer historischen Marke zu laufen. Dort passierte sie die Zeitmessung nach 2:03:31 Stunden.

Doch die Bedingungen machten ihr im Finale einen Strich durch die Rechnung. Böiger Wind kostete wertvolle Sekunden. Unter 2:10 Stunden ging es diesmal nicht, doch der Auftritt war trotzdem spektakulär.

Belohnt wurde Tesfay mit dem schnellsten Marathon-Debüt der Geschichte, einem äthiopischen Landesrekord und der zweitbesten Zeit, die jemals gelaufen wurde.

Das große Laufbuch der Trainingspläne

„Heute war fantastisch – nicht das, was ich erwartet hatte, aber es ist gut. Mein Plan war es, den Weltrekord anzugreifen, aber heute gab es viel Wind, ich konnte im letzten Teil des Rennens nicht mehr richtig drücken. Heute habe ich es nicht geschafft, aber beim nächsten Marathon möchte ich den Weltrekord angreifen.“

Für viele ist es zumindest ein inoffizieller Weltrekord, da Chepngetich weniger als ein Jahr nach ihrem Weltrekord wegen Dopingvergehens gesperrt wurde. Aber auch die Leistung von Tesfay wirft Fragen auf. Immerhin blieb sie nicht weit über der unglaubwürdigen Leistung von Chepngetich und das bei ihrem Debüt über die 42,195 km.

Riesiger Vorsprung im Frauenrennen

Der Sieg beim Barcelona Marathon war nie in Gefahr. Tesfay erreichte das Ziel fast acht Minuten vor der Konkurrenz. Joan Jepkosgei Kiplimo aus Kenia belegte mit 2:18:42 Stunden Rang zwei.

Platz drei ging an Zeineba Yimer aus Äthiopien, die mit 2:18:49 Stunden ebenfalls deutlich unter der Marke von 2:19 blieb.

Dramatik im Männerrennen

Während das Frauenrennen früh entschieden war, entwickelte sich bei den Männern ein spannendes Duell. Abel Chelangat aus Uganda und der Kenianer Patrick Mosin setzten sich gemeinsam vom Feld ab.

Bis Kilometer 40 blieben beide Läufer praktisch gleichauf. Dort passierten sie die Marke nach 1:58:40 Stunden. Kurz danach nutzte Chelangat eine Verpflegungsstation für seine Attacke. Mit exakt zwei Stunden auf der Uhr setzte sich Chelangat entscheidend ab. Mosin fand keine Antwort mehr auf diesen Antritt.

Chelangat gewann den Barcelona Marathon schließlich souverän in 2:04:57 Stunden. Mosin folgte nur vier Sekunden später in 2:05:01 Stunden. Rang drei ging an den Kenianer Jonathan Samanayo Korir mit 2:05:29 Stunden. Deutschlands Haftom Welday verpasste nach starken 2:08:13 Stunden als Elfter nur knapp die Top 10.

Mit 24.943 Finishern gelang dem Barcelona Marathon ein neuer Finisher-Rekord.

🏆 Ergebnisse Barcelona Marathon 2026: Männer Top 100

Pos.NameZeit
1 Abel Chelangat 02:04:56
2 Patrick Kabirech Mosin 02:04:59
3 Jonathan Samanayo Korir 02:05:27
4 Moses Kipngetich Kemei 02:05:51
5 Kaan Kigen Özbilen 02:05:59
6 Haile Tigabu Desta 02:06:18
7 Timothy Kipkorir Kattam 02:06:40
8 Philimon Kiptoo Kipchumba 02:06:53
9 Mekuant Ayenew Gebre 02:07:40
10 Vincent Kipkorir Kigen 02:07:44
11 Haftom Welday 02:08:13
12 Yismaw Atinafu Yitayew 02:08:46
13 Chebon Stephen Kipkech 02:09:01
14 Shumi Dechasa Leche 02:10:50
15 Mogos Tuemay Abrha 02:10:51
16 Abera Mamo Haile 02:13:26
17 Ricardo Rosado Villaverde 02:13:29
18 Jose Ignacio Gimenez Perez 02:14:16
19 René Cuneaz 02:15:06
20 Pierre Langin 02:15:49
21 Cristian Martinez Alaez 02:16:17
22 Patrik Vebr 02:16:27
23 Iliesse Tounssi 02:16:38
24 Josep Gomez Sarria 02:16:45
25 Barselius Kipyego 02:16:58
26 Iraitz Arrospide Garro 02:17:46
27 Killian Mooney 02:17:46
28 Albert Ollé Aldeguer 02:17:47
29 Mikel Garcia Escocia 02:18:33
30 Borja Añon Blasco 02:18:34
31 Ivan Hernandez Illan 02:18:43
32 Francesco Nardone 02:18:45
33 Onesphore Nzikwinkunda 02:18:47
34 David Magan Martínez De La Casa 02:18:52
35 Henry Victor 02:20:20
36 Krzysztof Zygenda 02:20:24
37 Ander Uribe Martinez 02:20:43
38 Diego Van Looy 02:20:48
39 Alberto Puyuelo Pardo 02:20:49
40 Boyan Ivandjikov 02:20:53
41 Francisco Javier Menta Martinez 02:21:13
42 Ricard Pasto Llobera 02:21:22
43 Pedro Garrido Bejarano 02:22:52
44 Mattias Madsen 02:23:01
45 Ziadi Bilal 02:23:29
46 Panagiwtis Mpourikas 02:23:46
47 Thibaut Micoud 02:23:58
48 Ruben Morales Fernandez 02:24:01
49 Jose Antonio Gomez De Arriba 02:24:16
50 Oesterlé Cédric 02:24:20
51 Mario Sainz Perez 02:24:29
52 Ruben Palomeque Barrera 02:24:33
53 Octavio Sanchis Penades 02:24:36
54 David Martinez Herrero 02:24:42
55 Francisco Javier Fernández Machado 02:24:48
56 Marcos Oro Vence 02:24:51
57 Victor Bernedo Royuela 02:24:56
58 Victor Puyuelo Pardo 02:24:56
59 Fco. Javier Martínez Fernández 02:24:57
60 Gary O'Hanlon 02:25:05
61 Jordi Muela Castro 02:25:10
62 Carlos Antonio Salvatierra Medrano 02:25:21
63 Yoann Olivier 02:25:21
64 Francisco Javier De Leon Rodriguez 02:25:43
65 Anxo Castro Varela 02:25:44
66 Daniel Modrego Muñoz 02:25:46
67 Ignacio Safont Femenia 02:25:48
68 Steven Galibert 02:25:50
69 Ander Lazcano Letamendi 02:25:55
70 Nicolas Brunet 02:25:56
71 Jaunet Mickaël 02:25:57
72 Alex Labbé 02:25:59
73 Kenneth Keter 02:26:25
74 Mathias Da Camara 02:26:27
75 Ferdinando Chimenz 02:26:29
76 Romuald Brun 02:26:36
77 Harry Blackburn 02:27:10
78 Julián Martínez Lacovic 02:27:29
79 Rory Sandison 02:27:39
80 Jokin Bellido Leal 02:27:56
81 Luca Volta 02:27:59
82 Aleix Ferrer Font 02:28:01
83 Jamie Berry 02:28:05
84 Rajiv Marroig 02:28:15
85 Jean-Baptiste Glez 02:28:15
86 James Nutt 02:28:26
87 Richard Gibbs 02:28:28
88 Sergi Masip Cosin 02:28:29
89 Clément Guede 02:28:33
90 Dino Vidmar 02:28:36
91 Luis Arias Garcia 02:28:42
92 Gurvan Le Coq 02:28:49
93 Manuel Marchena Roman 02:28:50
94 Christian Caputto Benitez 02:28:51
95 Joan Oriach Serra 02:28:53
96 Robert Medvedec 02:29:06
97 Salva Marquez Sanchez 02:29:07
98 Paul Rioux 02:29:09
99 Blai Hermoso Torné 02:29:10
100 Fleury Roux 02:29:12

🥇 Ergebnisse Barcelona Marathon 2026: Frauen Top 100

Pos.NameZeit
1 Fotyen Tesfay Haiylu 02:10:51
2 Joan Jepkosgei Kiplimo 02:18:40
3 Zeineba Yimer Worku 02:18:47
4 Chaltu Chimdesa Kumsa 02:23:30
5 Yalganesh Eskamech Gedefa 02:24:03
6 Carolina Robles Campos 02:24:56
7 Lucy Nthenya Ndambuki 02:28:00
8 Gladys Tejeda 02:29:49
9 Sofia Assefa Abebe 02:31:27
10 Meningand Loréna 02:31:50
11 Andrea Meier 02:36:34
12 Fabiana Lafuente Pochettino 02:36:41
13 Laura Jegeleviciute 02:37:25
14 Veronika Páleníková 02:38:09
15 Esther Ramos Martinez 02:39:58
16 Silvia Segura Parra 02:43:38
17 Pauline Mélin 02:44:52
18 Granier Mahauld 02:45:08
19 Lea Breinholt 02:45:46
20 Esther Rodriguez Diez 02:45:56
21 Louise Wiker 02:46:11
22 Maite Arraiza Aramendia 02:46:22
23 Marina Domingues 02:47:39
24 Camille Larousse 02:48:32
25 Nuria Tillo Prats 02:48:34
26 Lise Juul Friis 02:48:39
27 Krzysztof Sieradzki 02:48:42
28 Maria Ruiz Peyro 02:48:42
29 Veronica Sanchez Romero 02:48:46
30 Silvia Roldán Balsalobre 02:49:10
31 Emma Carreras Boladeras 02:49:31
32 Natalia Galisteo Romero 02:49:37
33 Gaëlle Marfaing 02:49:55
34 Mireia Guarnet Piquet 02:49:57
35 Ana Erika Rodulfo Fernández 02:50:02
36 María Del Carmen Paredes Rodriguez 02:50:07
37 Alba Bellostas Carreras 02:50:23
38 Eva Bezlaj 02:50:41
39 Leanne Fanoy 02:51:07
40 Lara Montane Roel 02:51:30
41 Abbey Van Dijk 02:51:33
42 Maria Romero Lledo 02:51:43
43 Lorenzo Bellucco 02:51:58
44 Anna Costa Reina 02:52:07
45 Aude Salord 02:52:40
46 Paulina Krawczak 02:53:22
47 Zamara Acosta 02:53:59
48 Samantha De Knijff 02:54:48
49 Ana Gomez Gonzalez 02:55:00
50 Beatriz Martinez Cuello 02:55:01
51 Luis Font Furest 02:55:09
52 Ramona Ferrari 02:55:13
53 Arnau Serna I Moreno 02:55:14
54 Lila North 02:55:38
55 Giovanna Epis 02:55:42
56 Abraham Marcos Gomez 02:56:02
57 Cloé Hotte 02:56:04
58 Jasmine Ruscica 02:56:13
59 Mireia Riba Martínez 02:56:21
60 Jessica Ruiz Izquierdo 02:57:06
61 Judith Corachan Vaquera 02:57:10
62 Taylor Rogers 02:57:12
63 Marcelina Sosnowska 02:57:23
64 Diane Specogna 02:57:54
65 Emma Barnes 02:57:54
66 Claire Barnes 02:57:59
67 Marc Terrés Duran 02:57:59
68 Rita Ribeiro 02:58:10
69 Dov O'Neil 02:58:16
70 Clarisse Ronceret 02:58:17
71 Sarah Längle 02:58:18
72 Miriam Picañol Jansana 02:58:22
73 Maria Paula Pazmiño Silva 02:58:25
74 Hollie Hindley 02:58:26
75 Adriane Soares 02:58:27
76 Elin Pedersen Nystuen 02:58:38
77 Olga Patricia Rabadan De La Puente 02:58:39
78 Marta Cerdà Lafont 02:58:49
79 Ann-Sofie Claeys 02:58:50
80 Sergi Fernandez Martin 02:58:52
81 Annette Grotz 02:58:53
82 Miriam Lopez Cuerva 02:58:55
83 Alice Robinson 02:59:00
84 Ombeline Felgeres 02:59:02
85 Louisa Rowland 02:59:03
86 Sandrine Breton 02:59:10
87 Camille Verite Van Huffel 02:59:10
88 Joshua Cote 02:59:27
89 Anna Plana 02:59:30
90 Charlotte Hirtz 02:59:32
91 Marie Beylerian Guignier 02:59:36
92 Ester Puig Lao 02:59:41
93 Jessica Haney 02:59:43
94 Léa Crozier 02:59:55
95 Ties Groeneveld 02:59:56
96 Elisabet Martin Almansa 03:00:04
97 Maria Gomez Castro 03:00:10
98 Luca Gázsity 03:00:12
99 Alfonsina Peppa 03:00:17
100 Charlotte Johnston 03:00:26

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