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Auch wenn der erste Marathon schon vor mehr als 100 Jahren gelaufen wurde, feierte der Marathonlauf in diesem Jahr offiziell seinen 100. Geburtstag.

Denn im Jahr 1921 legte der Internationale Leichtathletikverband (IAAF) die 42,195 Kilometer lange Distanz als offizielle Streckenlänge des Marathons fest. Davor wurden zwar Marathonläufe ausgetragen, allerdings über unterschiedliche Distanzen.

Marathon war zu Beginn meist 40 Kilometer lang

So wurde bei den ersten Olympischen Sommerspielen der Neuzeit im Jahr 1896 ein Marathonlauf ausgetragen. Die Streckenlänge von rund 40 Kilometern ergab sich eher zufällig aufgrund der Distanz zwischen den Städten Marathon und Athen. Auch in den Jahren danach sah man es noch nicht als notwendig an, dem Marathonlauf eine exakte Distanz zu vergeben. Womöglich wäre ein Marathon tatsächlich auch nur rund 40 Kilometer lang geblieben. Denn auch bei den Olympischen Spielen in den Jahren 1900 (40,26 km) und 1904 (40 km) betrug die Distanz rund 40 Kilometer.

Erstmals im Jahr 1908 über 42,195 Kilometer

Bei den Olympischen Zwischenspielen im Jahr 1906 in Athen kam man mit 41,86 Kilometern hingegen der Marathondistanz sehr nahe, wenn auch zufällig. Genauso zufällig wurde dann zwei Jahre später erstmals über die heute gültigen 42,195 Kilometer gelaufen. Es waren die Olympischen Sommerspiele in London. Die Strecke sollte ursprünglich wieder rund 40 Kilometer lang sein. Doch nach 25 Meilen und damit 40,23 Kilometern war der Kurs noch rund eine Meile vom Schloss Windsor entfernt. Da dort aber der Start stattfinden sollte, musste der Kurs verlängert werden. Der Zieleinlauf sollte beim Olympiastadion vor der königlichen Loge stattfinden. Und so ergab sich durch die Kursanpassungen die Distanz von 42,195 Kilometern bzw. 26,22 Meilen. Rein zufällig, aber bis heute gültig.

Auch nach 1908 keine Fixierung auf die Streckenlänge

Interessanterweise hatten sich auch nach den Olympischen Spielen im Jahr 1908 die 42,195 Kilometer noch nicht als Marathondistanz etabliert. So wurde bei den folgenden zwei Sommerspielen in den Jahren 1912 und 1920 über 40,2 Kilometer bzw. 42,75 Kilometer gelaufen. Da es aber abseits von Olympia zahlreiche Marathonläufe gab, die zum größten Teil über 42,195 Kilometer durchgeführt wurden, beschloss der Internationale Leichtathletikverband im Jahr 1921 die Festlegung auf eine offizielle Streckenlänge für den Marathonlauf. Von nun an musste ein offiziell gültiger Marathonlauf über 42,195 Kilometer stattfinden.

Ein korrekt vermessener Marathon ist tatsächlich sogar noch länger als 42,195 Kilometer

Übrigens: Ein exakt vermessener Marathonlauf ist sogar 42 Meter länger. Denn bei den offiziellen Vermessungen wird pro Kilometer immer ein Promille, also 0,1 Prozent, mehr an Distanz vermessen. Vereinfacht gesagt: 1.000 Meter sind im Marathon tatsächlich 1.001 Meter. Damit soll bei nachträglichen Vermessungen, die im Falle von Rekorden verpflichtend sind, ausgeschlossen werden, dass kleine Vermessungsfehler zu einer Annullierung der Bestzeiten führen. Wer einen Marathon auf der Ideallinie läuft, legt also tatsächlich 42,237 Kilometer zurück.

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