LAKE GARDA 42: Triumphzug der Deutschen bei Sonne, Wind und Emotionen!
Ein Wochenende ganz im Zeichen des Laufsports liegt hinter dem Gardasee: Die vierte Ausgabe des FILA LAKE GARDA 42 ist zu Ende gegangen – und mit ihr ein sportliches Spektakel, das nicht nur durch Teilnehmer aus 80 Nationen, sondern auch durch die außergewöhnliche Kulisse und die emotionale Dichte beeindruckte. Vom 4. bis 6. April verwandelte sich das Nordufer des Gardasees in eine riesige Laufbühne, auf der sich insgesamt 5.000 Athleten auf Marathon- und Halbmarathon-Strecken maßen.
Das Event war mehr als nur ein Rennen. Neben dem Marathon LG42 und dem Halbmarathon LG21 begeisterten auch der CXP Trail Run in Malcesine, der FILA Morning Run in Limone sul Garda und der LG KIDS in Riva del Garda. Ein echtes Sportfestival also, das den Namen „#LG42“ zu einem Hashtag voller Emotionen und Geschichten machte.

Der Marathon LG42 – Ein deutscher Doppelsieg am Ziel in Malcesine
Beim Marathon über die klassischen 42,195 Kilometer von Limone sul Garda nach Malcesine war es der Deutsche Tobias Beibl vom Running Society Team, der mit einer eindrucksvollen Zeit von 2:38'16" triumphierte. „Es ist schwer, meine Emotionen in diesem Moment zu erklären. Ich denke, es ist das schönste Rennen, an dem ich je teilgenommen habe, angefangen bei der Fährfahrt über den See, die mich nach Limone sul Garda brachte bevor das Rennen begann. Es gibt keinen besseren Weg, ein Rennen zu starten“, sagte Beibl im Ziel – mit glänzenden Augen und einem breiten Lächeln im Gesicht.

Sein ärgster Verfolger, der Italiener Matteo Vecchietti vom Atletica Paratico, musste sich – wie bereits im Vorjahr – mit dem zweiten Platz zufriedengeben. Sein Rückstand: 3 Minuten und 17 Sekunden. Bronze ging an Luca Vivaldi vom Stivo Running Team, der neun Minuten hinter Beibl einlief. Für Vivaldi eine Aufwärtstendenz – nachdem er 2023 im Halbmarathon noch Zweiter wurde.
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Auch bei den Frauen wurde die Ziellinie von einer Deutschen dominiert: Stefanie Hansen aus München, ebenfalls im Trikot des Running Society Teams, siegte mit einer Zeit von 3:03:44. „Die ersten Kilometer waren fantastisch, schon allein die Anreise nach Limone sul Garda mit der Fähre war magisch. In der zweiten Rennhälfte hatte ich ziemlich zu kämpfen, auch weil der Wind gegen mich wehte. Es wird sicherlich nicht das letzte Mal sein, dass ich an diesem Rennen teilnehme, die Strecke ist wunderschön und wir sehen uns in den kommenden Jahren wieder“, kommentierte sie erschöpft, aber überglücklich.

Hinter Hansen folgten die litauischen Zwillingsschwestern Monika Bytautienė und Milda Eimontė vom Sesės Bėga Team – beinahe synchron mit 3:04:08 und 3:04:09 im Ziel. Ein faszinierendes Fotofinish zweier Ausdauerwunder.
Der Halbmarathon LG21 – Lokale Helden und internationale Klasse
Auch der Halbmarathon, der in Arco begann und in Malcesine endete, bot spektakuläre Leistungen. Bei den Frauen dominierte Alessia Scaini – gebürtig aus dem Piemont, mittlerweile aber Wahl-Trientnerin. In 1:20'38" lief sie nicht nur zum Sieg, sondern stellte dabei auch einen neuen Streckenrekord auf. „Obwohl ich ursprünglich aus dem Val di Susa komme, wohne ich seit Jahren in Arco, deshalb war es mir sehr wichtig, gut abzuschneiden, auch weil der Start direkt 100 Meter vor meiner Haustür war. Ich habe den ganzen Winter über trainiert, um mich auf das Rennen vorzubereiten, deshalb kannte ich die Strecke in- und auswendig. Jetzt richtet sich mein Blick auf die Saison des Trail Runs, das ist meine Spezialität“, erklärte sie mit spürbarem Stolz.

Hinter ihr folgten die Deutsche Alexia Fontaine mit einem Rückstand von 5:24 Minuten und Andreea Lucaci, die 7:23 Minuten später ins Ziel kam.
Bei den Männern war es erneut ein Deutscher, der die Schlagzeilen bestimmte: Tom Förster vom LG Braunschweig Team sicherte sich in 1:08'16" nicht nur den Sieg, sondern auch einen neuen persönlichen Rekord. Damit verbesserte er seine eigene Zeit vom Vorjahr um 3:24 Minuten. „Zwei Jahre in Folge zu gewinnen ist eine große Zufriedenheit, der Jubel des Publikums hat mir die nötige Energie gegeben, um auch dieses Mal den Sieg zu erringen. Und auf dem Gardasee zu laufen ist eine unglaubliche Erfahrung, es gibt keinen besseren Ort“, so Förster im Zielinterview.

Platz zwei ging an den Niederländer Stijn Burghoorn mit 1:10'04", dicht gefolgt von Davide Cheraz, der mit 1:10'11" die Bronzemedaille holte.
Ein Triumph der Emotionen

Die vierte Auflage des FILA LAKE GARDA 42 war nicht nur ein Fest des Sports, sondern auch ein Triumph der Emotionen, des Teamgeists und der internationalen Verbundenheit. Ob Marathon oder Halbmarathon, ob Kinderrennen oder Trail-Variante – der Gardasee hat sich erneut als Bühne für unvergessliche sportliche Momente erwiesen. Und der Countdown für das nächste Jahr hat bereits begonnen.
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