Pyongyang
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Marathon-Comeback in Nordkorea nach sechs Jahren Pause

Nordkorea hat zum ersten Mal seit sechs Jahren wieder einen Marathon ausgetragen.

Der Pyongyang Marathon feierte am 6. April 2025 sein überraschendes Comeback – und das nach stolzen 72 Monaten Pause. Die Kulisse: die abgeschottete Hauptstadt Pjöngjang, die sich für einen Tag sportlich und ungewohnt weltoffen präsentierte.

Ein Hauch von Internationalität

Erstaunlicherweise waren auch ausländische Teilnehmer zugelassen – trotz der sonst so strikten Isolationspolitik. Zwar hielt sich das internationale Interesse noch in Grenzen, was wohl nicht zuletzt an der mangelhaften Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit des Veranstalters lag. Dennoch standen unter den Startern auch Athleten aus Äthiopien, Rumänien, China und Großbritannien an der Startlinie.https://vg01.met.vgwort.de/na/b2795ac3d8b3450e8f4d6da2a58fb310

Nordkorea hatte während der Corona-Pandemie einige der weltweit härtesten Maßnahmen ergriffen – Maßnahmen, die von vielen Beobachtern als völlig überzogen bewertet wurden. Über Jahre hinweg war das Land praktisch komplett abgeschottet; bis vor Kurzem durften lediglich russische Touristen einreisen. Mit dem diesjährigen Pyongyang Marathon öffnete sich Nordkorea nun vorsichtig einem breiteren Publikum. Wer am Lauf teilnehmen wollte, musste sich allerdings über streng ausgewählte Reiseveranstalter registrieren.

Lauf durch eine Stadt im Stillstand

Die Strecke des Marathons führte durch das Zentrum Pjöngjangs – vorbei an den monumentalen Bauten und menschenleeren Boulevards der Millionenstadt. Das Ziel befand sich im legendären „Stadion Erster Mai“, einem architektonischen Giganten mit Platz für sage und schreibe 114.000 Zuschauer. Es zählt zu den größten Stadien der Welt und bot einen entsprechend monumentalen Rahmen für den Zieleinlauf.

Herausforderung auf nordkoreanischem Asphalt

Die Bedingungen waren durchaus fordernd: Das Zeitlimit für die volle Distanz betrug lediglich 4,5 Stunden – eine Marke, an der selbst trainierte Hobbyläufer scheitern können. Neben der klassischen Marathondistanz wurden aber auch kürzere Läufe über 5 Kilometer, 10 Kilometer sowie ein Halbmarathon angeboten.

Was bleibt, ist ein ungewöhnliches sportliches Ereignis mit geopolitischem Beigeschmack – und vielleicht ein kleiner Schritt in Richtung Offenheit für ein Land, das sich sonst so rigoros abschottet.

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