Der München-Marathon steht vor einer ungewissen Zukunft.
Seit 25 Jahren führt der München-Marathon tausende Laufbegeisterte durch die Straßen der bayerischen Landeshauptstadt. Unter der Leitung von Renndirektor Gernot Weigl hat sich die Veranstaltung zu einem national und international hoch angesehenen Event etabliert. Doch nun steht die Traditionsstrecke auf dem Prüfstand.
Neuer Veranstalter geplant – Marathonstrecke in Gefahr
Das Kreisverwaltungsreferat (KVR) der Stadt München führt derzeit ein Auswahlverfahren für die Marathonjahre 2025 und 2026 durch. Überraschend soll ein neuer Veranstalter die Regie übernehmen – und dieser plant gravierende Änderungen: Statt der bisherigen, durch die gesamte Stadt führenden 42,195-km-Strecke soll die Marathondistanz künftig auf einer Halbmarathonstrecke absolviert werden. Diese Route würde zweimal durch den Englischen Garten verlaufen, um Verkehrsbehinderungen zu reduzieren.
Erhöhte Läuferdichte und Sicherheitsbedenken
Kritiker, darunter auch zwei unabhängige Gutachten, warnen vor den Auswirkungen dieser Änderung. Durch das zweimalige Laufen der Halbmarathonstrecke könnte es zu einer signifikanten Verdichtung der Läuferdichte kommen – bis zu 140 Teilnehmer würden sich auf nur 100 Metern Strecke befinden. Dies würde nicht nur zu Überholmanövern und Überrundungen während des gesamten Rennens führen, sondern auch das Risiko von gefährlichen Situationen für die Teilnehmer erhöhen.
Juristische Stellungnahme und offene Entscheidung
Die bisherigen Veranstalter haben bereits juristisch reagiert. Eine umfassende Stellungnahme wurde beim KVR eingereicht, um auf die sportlichen und sicherheitstechnischen Nachteile der geplanten Änderungen aufmerksam zu machen. Noch ist die endgültige Entscheidung nicht gefallen, welcher Veranstalter den Zuschlag für die kommenden Jahre erhält.
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Petition für den Erhalt der klassischen Marathonstrecke
Inmitten der Unsicherheiten haben sich Läufer und Sportbegeisterte zusammengeschlossen, um mit einer Petition für den Erhalt der klassischen Marathonstrecke zu kämpfen. Das Ziel: Sicherstellen, dass die sportlichen Interessen und die Sicherheit der Teilnehmer bei der Entscheidungsfindung des KVR berücksichtigt werden: Zur Petition
Ein Appell an die Läufer-Community
Mit der Petition möchten die Initiatoren den Laufbegeisterten eine Stimme geben. Sie setzen sich dafür ein, dass der München-Marathon weiterhin eine international wettbewerbsfähige, sichere und interessante Strecke bleibt – ohne Kompromisse auf Kosten der Teilnehmer.
Die Zukunft des München-Marathons steht auf der Kippe. Deine Unterstützung kann dabei helfen, dass München auch in den kommenden Jahren Austragungsort eines echten Marathons bleibt – ohne halbe Sachen!
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