Trotz herausfordernder, nasser Bedingungen, die die ohnehin schon berüchtigt harte Strecke beim 30-jährigen Jubiläumsmarathon (People`s Race) in Soweto zusätzlich erschwerten, konnten herausragende Leistungen verzeichnet werden.
Allen voran ist die Frauen-Siegerin Margaret Jepchumba (Nedbank/Kenia) zu nennen, die sich in erstklassiger Manier den Soweto-Titel in der brillanten Zeit von 2:34:33 Std. sicherte. Damit blieb sie nur knapp über dem Frauen-Streckenrekord von 2:33:43 Std. aus dem Jahr 2018.
Ihr Erfolg war ein absoluter Triumph für ihren Club und zugleich Ausdruck einer bedeutenden persönlichen Leistung, die ihre außergewöhnliche Form unter Beweis stellte. Zuvor hatte sie bereits beim City2City-Ultramarathon über die 50-km-Distanz überzeugt. Ultralauf-Königin Gerda Steyn startete erstmals beim Soweto-Rennen und belegte den dritten Podiumsrang.
Die Männer-Konkurrenz entwickelte sich zu einem äußerst engen Rennen, bei dem die Spitzenplätze erst auf den letzten Kilometern entschieden wurden. Überraschend setzte sich der Lesotho-Läufer Joseph Seutloali mit 2:20:09 Std. durch. Er behielt während des gesamten Rennverlaufs die Übersicht und wirkte dabei stets unverkrampft. Bereits im April 2025 hatte er den Two-Oceans-Lauf klar gewonnen und wurde nun auch in Soweto seiner Favoritenrolle gerecht.
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Seinen Vorjahressieg konnte Onalenna Khonkhobe (Nedbank) zwar nicht wiederholen, dennoch erreichte er als Dritter in 2:20:39 Std. das Podium – knapp vor seinem Teamkollegen George Kusche, der in 2:20:47 Std. folgte. Als Sechster lief Abebe Gondero (Nedbank/Äthiopien) in 2:21:53 Std. ins Ziel. Er hielt ein starkes und konstantes Tempo und unterstrich mit drei Athleten unter den besten sechs die starke Präsenz des Nedbank-Clubs.
Im Halbmarathon glänzten auf dem schweren Kurs ebenfalls klare Sieger. Bei den Frauen gewann Neheng Khatala (Lesotho) mit hervorragenden 1:15:21 Std. und mehr als sieben Minuten Vorsprung auf ihre Verfolgerinnen. Im Männer-Rennen triumphierte Thabang Mosiako (Nedbank) in der schnellen Zeit von 1:05:56 Std. und lief dabei einen klaren Vorsprung von 1:15 Minuten heraus. Bei der Bewertung dieser Leistungen muss stets berücksichtigt werden, dass es sich um einen äußerst schwierigen Kurs unter widrigen Witterungsbedingungen handelte.
Leider kam es im Rahmen der Veranstaltung zu einem schweren Unfall: Ein alkoholisierter Taxi-Fahrer befuhr trotz Verbots die Laufstrecke und verletzte dabei einen 45-jährigen Läufer schwer. Eine aufgebrachte Gruppe von Läufern attackierte daraufhin den Fahrer, der von der Polizei geschützt werden musste. Er wurde festgenommen und muss sich nun vor Gericht verantworten. Dieser tragische Vorfall überschattete das Lauf-Event erheblich.
Von Frank-N. Dietzel

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