Aus eins mach zwei – und keiner heißt mehr Hochkönigman
Die Trailrunning-Szene rund um den Hochkönig war in den letzten Tagen völlig verwirrt: Was ist eigentlich aus dem beliebten Hochkönigman geworden? Die Auflösung kommt jetzt – und sie sorgt für Aufsehen. Denn das Traditionsrennen, das sich in den letzten zehn Jahren zur Kultveranstaltung entwickelt hatte, gibt es so nicht mehr. Stattdessen starten künftig gleich zwei neue Events, beide mit unterschiedlichen Namen und Ausrichtern – doch nur eins führt das ursprüngliche Erbe des Hochkönigman fort.
Mit dem Hochkönig Ultraks kommt ein neuer Name ins Spiel, der das bisherige Datum und Teile der Strecken übernimmt. Die Organisation allerdings liegt nicht mehr in den Händen des bisherigen Veranstalters.
Der wiederum meldet sich nun mit einem eigenen, frischen Format zurück: der Hochkönigkrone. Und damit wird klar: Der ursprüngliche Macher des Hochkönigman bleibt der Region und der Szene erhalten – mit einem neuen Namen, neuem Termin und einigen spektakulären Neuerungen.
Hochkönigkrone – das Original lebt weiter
Thomas Bosnjak, der den Hochkönigman 2015 mit nur 330 Teilnehmern ins Leben rief und ihn zu einem der größten Trailruns Österreichs machte, startet 2026 mit der Hochkönigkrone durch. Das Event findet von 2. bis 4. Oktober 2026 statt und soll mit einem frischen Konzept sowie einer emotionalen Hommage an die letzten zehn Jahre begeistern.
Wichtiger Hinweis: Dieses Buch macht dich zum besseren Läufer
„So wie wir die letzten zehn Jahre durchgestanden haben, werden wir auch weiterhin kämpfen“, so Bosnjak. Damit ist klar: Die Hochkönigkrone ist nicht einfach ein neues Event, sondern die konsequente Weiterentwicklung des Originals.
Ein neues Eventgelände, mehr Raum und Komfort
Statt im Ortskern wird die Veranstaltung künftig am Aberg Bergbahn Parkplatz stattfinden. Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine Straßensperrungen, entspanntes Parken, mehr Platz für Zuschauer und Athleten – und ein spektakulärer Start über die Skibrücke. Direkt nach dem Start wartet der erste Trail auf die Läufer – es geht hinauf zum Prinzensee. Die Streckenführung bleibt dabei nahezu identisch zur bisherigen Route.
Highlight 2026: Zertifiziertes Vertical Race
Eine große Neuerung ist das Vertical Race über 4,8 Kilometer und knackigen 980 Höhenmetern. Die Strecke ist offiziell zertifiziert durch die Internationale Skyrunning Federation und die Austrian Skyrunning und Trailrunning Association – und Teil der Vertical Austria Series.
Der Start erfolgt an der Karbachalm in Mühlbach, mit Bustransfer vom Eventgelände. Vorbei an der Karbachalm geht es für die Vertical-Helden hoch zum Schneeberg – Oberschenkelbrennen garantiert! Wer es danach gemütlich will, kann für den Rückweg ins Tal sogar die Bergbahn nutzen.
K3 Panorama Trail wird noch spektakulärer
Auch der beliebte K3 Panorama Trail bekommt ein Update. 2026 startet er direkt in Dienten, ebenfalls mit Bustransfer für die Teilnehmer. Ab dort folgt die Strecke dem Endurance Trail über die Klingspitze zum Statzerhaus – der Panorama-Kracher schlechthin.
Die neue Route führt über den längsten Grat der Alpen, mit Blicken auf Hochkönig, Großglockner und viele weitere alpine Giganten. Mit 29 Kilometern und 1.700 Höhenmetern wird es nicht nur knackiger, sondern auch atemberaubender.
„Wir wollten den Teilnehmern etwas Einzigartiges bieten – und das ist uns mit dieser Strecke gelungen“, heißt es aus dem Organisationsteam.
Warum Oktober statt Juni?
Der bisherige Juni-Termin gehört jetzt dem Hochkönig Ultraks. Die Hochkönigkrone verabschiedet sich vom Frühsommer und begrüßt den Herbst. Der Grund ist nicht nur organisatorischer Natur: Mit dem Oktober entgeht man den Altschneefeldern, erhöht die Sicherheit und vermeidet Kollisionen mit der zunehmend überlaufenen Trailrunning-Saison im Juni.
Die Veranstalter sehen im neuen Termin einen echten Vorteil: „Wir verabschieden die Saison mit einem Highlight und nutzen die Ruhe und Magie des Oktobers“.
Was passiert mit bestehenden Anmeldungen?
Bereits angemeldete Teilnehmer werden kontaktiert und können entweder kostenlos auf den neuen Termin im Oktober umbuchen – oder erhalten die Startgebühr zurück. Die Veranstalter setzen hier auf Fairness und Transparenz.
Die Szene darf sich freuen: Der Name hat sich geändert, die Seele bleibt. Die Hochkönigkrone ist das neue Zuhause für alle, die den echten Hochkönig-Spirit erleben wollen. Hochkönig Ultraks übernimmt laut Angaben deren Webseite großteils das bisherige Format des Hochkönigman. Das heißt, es ist zu erwarten, dass es bei den zwei nun konkurrierenden Formaten große Ähnlichkeiten bei der Streckenführung gibt.

Kommentar schreiben