Speedgoat Mountain Races 2025
Speedgoat Mountain Races 2025 (Foto: © Nils Nilsen / Speedgoat Mountain Races by UTMB)
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Speedgoat Mountain Races 2025: Der gnadenlose Ritt durch die Wasatch

Schmerz, Schweiß und Stolz auf Snowbirds wilden Pfaden

Wenn der Name Speedgoat Mountain Races by UTMB fällt, weiß die Trailrunning-Szene: Jetzt wird’s ernst. Kein weichgespülter Sonntagslauf, sondern ein kompromissloser Tanz über messerscharfe Grate, staubige Anstiege und technische Downhills. Auch dieses Jahr pilgerten über 1.600 Läufer aus 33 Ländern ins ehrwürdige Snowbird Resort in Utah, um sich auf den drei berüchtigten Distanzen von 10km, 28km und 50km zu beweisen.

Den Auftakt machte am Freitag die 28-Kilometer-Strecke, auf der sich Christian Allen mit einer dominanten Vorstellung in 2:50:45 an die Spitze setzte. Sage Canaday kam als Zweiter ins Ziel (3:07:05), gefolgt von Seth Wealing (3:25:09), der sich mit letzter Kraft den Bronzerang sicherte. Bei den Frauen ließ Kodi Kleven nichts anbrennen und gewann souverän in 3:44:02. Shalyn Gieringer kämpfte sich mit einer starken Performance auf Platz zwei (3:49:53), dicht gefolgt von Sandi Nypaver, die in 3:51:09 finishte.

Kurze Distanz, große Leistung – das 10km-Rennen

Auch die Sprinter kamen auf ihre Kosten. Im knackigen 10km-Rennen setzte sich Shawn Little in 47:41 durch. Der Kampf um die Podestplätze war hart: Andrew Mah und Eric Thoreson sicherten sich Platz zwei und drei. Bei den Frauen holte Janelle Day den Tagessieg mit einer Zeit von 57:03. Haley Farrar und Nora O’Connor komplettierten das Podium.

Speedgoat Mountain Races 2025

Zwischen wilden Blumen, staubigen Trails und technischem Felsgelände entfaltete sich am Samstag das wahre Herzstück der Veranstaltung: das legendäre 50km-Rennen. Der Kurs – ein brutaler Mix aus Höhenmetern, Schotter und Sonne – forderte selbst den Härtesten alles ab.

Legendäre Duelle und packende Szenen auf 50 Kilometern

Mit einem wahren Husarenritt krönte sich Ryan Becker zum neuen König von Snowbird. In 5:17:26 pulverisierte er nicht nur seine eigene Vorjahresleistung (Platz 7), sondern holte sich endlich den verdienten Platz ganz oben auf dem Treppchen. Erik Sorenson finishte nur 6 Sekunden später – ein Fotofinish, das an Spannung kaum zu überbieten war. Anthony Williams landete mit 5:20:07 auf dem dritten Platz.

"Broken Arrow, das Weltteam – das kam alles überraschend. Aber es gibt mir das Selbstvertrauen, Jahr für Jahr weiterzumachen. Ich bin gerade in einer richtig guten Verfassung und fühle mich nach diesem Lauf einfach großartig.", sagte Becker im Ziel mit einem breiten Grinsen.

Speedgoat Mountain Races 2025

Bei den Frauen dominierte Jennifer Lichter vom Start bis ins Ziel und stoppte die Uhr bei 5:54:36. Ein weiterer Beweis für ihre aktuell überragende Form nach Siegen bei Transgrancanaria und Broken Arrow. Zweite wurde Emma Cook-Clarke (6:00:59), knapp dahinter Grayson Murphy (6:02:36).

"Den ganzen Tag war ich am Limit", so Lichter im Ziel. "Der zweite Aufstieg auf den Mt. Baldy war verrückt. Aber das Publikum hat uns nach oben geschrien – das war unbezahlbar. Wenn die Beine leer sind, aber der Support da ist, macht das den Unterschied."

Speedgoat Mountain Races 2025

Alle Finisher der Speedgoat Mountain Races by UTMB sammelten Running Stones für die begehrte Auslosung des UTMB Mont-Blanc – der Ritterschlag im Trailrunning.

Und wer nächstes Jahr die Herausforderung annehmen will, sollte schnell sein: Der Vorverkauf für 2026 läuft noch bis 3. August, 23:59 Uhr (PT).

Weitere Fotos und alle Ergebnisse zu den Speedgoat Mountain Races 2025

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