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Logo Dirt RunWild Sau Dirt Run (Klamm bei Laaben)

Am Sonntag Vormittag ging im schönen Mostviertel Österreichs härteste Laufsportveranstaltung über die Bühne - der "Wild Sau Dirt Run".

Dabei mussten 700 Laufsportverrückte auf einer 10km-Strecke nicht nur fast 1.000 Höhenmeter durch Stock und Stein absolvieren, sondern auch noch drei harte Hindernissparcours überstehen. Wem das noch nicht genug war, der durfte dieses Procedere gleich zwei Mal absolvieren und wurde in die 20km-Sonderwertung der "extrem Verrückten" aufgenommen.

Startschuss um 11.00 Uhr. Hier waren (fast) alle noch sauber.Hunderte Höhenmeter und Duzent Hindernisse
Gestartet wurde in 10er-Staffeln im 30-Sekunden Abstand. Bereits nach 400 Meter wurde es so richtig dreckig, als die Athleten das erste Mal die Hindernisse überwinden mussten. Zuerst musste eine Holzwand überschritten werden, ehe zwei Wassergruben den ganzen Körper mit Schlamm und Dreck bedeckten. Danach folgen weitere anspruchsvolle Hürden wie das balancieren auf Holzbrettern und Seilen, was vor allem von Runde zu Runde aufgrund der gatschigen Bedingungen immer schwerer wurde. Ein holzbeladener LKW musste geanuso bewältigt werden, wie Strohballen und Reifenstapel.

Vorbei mit der Sauberkeit. Nach nur wenigen Metern wird es so richtig schmutzig.Zwei Bergläufe so zwischendurch
Wer den Kurs zum ersten Mal bewältigt hat, musste nun die 5km-Laufstrecke in Angriff nehmen. Zum Ausrasten kamen die Athleten aber auf der Strecke ganz und gar nicht. Zwei extrem schwere Anstiege, viele kurze Steilpassagen, gefährliche Bergabstücke mit hohem Gefälle erforderten totale Konzentration und extreme Härte. Erst als der letzte Gipfel erreicht wurde, kam man so richtig zum Laufen, aber auch nicht wirklich lange, denn nach etwa einem Kilometer mussten unten im Zielgelände erneut die Hindernisse bewältigt werden. Dem nicht genug, ging es danach mit schon schweren Beinen erneut auf die 5km-Strecke. Dort trennte sich endgültig die Spreu vom Weizen. Wer es zu schnell anging musste nun bitter büßen. Kleinste Konzentrationsfehler wurden mit schweren Stürzen bestraft.

An Kreativität mangelte es bei den Teilnehmern nicht.Fast 500 erreichen das Ziel
Auch nach der 2. Laufrunde war noch nicht Schluss. Noch ein drittes Mal musste der Hindernissparcour bewältigt werden, erst dann durfte man sich als "Wilde Sau" feiern lassen. Am Schnellsten meisterte den Dirt Run der berglauferfahrene Michael Kabicher, der die Siegerzeit vorn Vorjahressieger Andreas Stieglechner (heuer auf Platz 6) um über drei Minuten unterbot. Bei den Damen gewann die Steyrerin Jeannette Bernhauser überlegen. Insgesamt erreichten 48 Damen und 434 Herren das Ziel.

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20km-Wertung für die besonders Verrückten
Da im Vorjahr der Deutsche Kay Fischer auf die verrückte Idee kam 20km zu Laufen, führten die Veranstalter dieses Mal auch eine 20km-Sonderwertung ein. Etwa 40 Herren stellten sich der Herausforderung, wobei elf davon die vier 5km-Bergläufe und fünf Hindernisparcours tatsächlich meisterten. Besonders erwähnenswert die Leistung des Steyrers Harald Mikesch, der die 20km-Entscheidung gewann und auch nach der Hälfte der Distanz über die 10km-Wertung auf dem hervorragenden 2. Platz lag.

Der Reifenstapel - das letzte Hindernis - fordert noch einem vollen Köpereinsatz.Trotz großem Erfolg einige Tücken
Der Wild Sau Dirt Run, quasi das österreichische Ebenbild zum Tough Guy Race in England, hat sich bereits im 2. Jahr zu einer absoluten Top-Veranstaltung in Niederösterreich entwickelt. Aber auch international hat der Dirt Run auf sich aufmerksam gemacht, so sind eine Scharr an Läufern aus Deutschland und Frankreich extra zu diesem Lauf angereist. Zwar gab es im Gegensatz zum Lauf aus dem Vorjahr keine gröberen Verletzungen, trotzdem sind die Sicherheitsvorkehrungen verbesserungswürdig. So hingen zum Beispiel am LKW auf der Abgangsseite Seile in Querrichtung zu locker, wodurch man bei einem Absprung durchaus an dem Seil mit dem Fuß hängen bleiben konnte und sich eine schwere Verletzung zufügen konnte. Leider fielen die Auszeichnungen für die Sieger zu dürftig aus. Bei einer Anmeldegebühr von 35 Euro, darf man es sich doch leisten, mehr als nur eine Helmkamera für den schnellsten Herr und die schnellste Dame zu vergeben. Die Tageszweiten und -dritten gingen bereits leer aus. Bei jedem noch so kleinen Volkslauf werden die Läufer besser prämiert. Hier sollte man für nächstes Jahr die Hebel ansetzen und einige Sponsoren finden die Sachpreise zur Verfügung stellen.

Entspannung - nach dem Lauf bei Lagerfeuer.Da der Wild Sau Dirt Run noch in den Kinderschuhe steckt, kann man aber guter Hoffnung sein, das diese kleinen Mängel in Zukunft behoben werden.

Top 8 Herren - 10km Distanz:
1. Michael Kabicher (Inglourious Basterd) 1:41:24
2. Thomas Fontaine (RATS Amstetten) 1:46:27
3. Andreas Kainz (Gatsch-Ente) 1:47:35
4. Thomas Bauer (LC Erdpress) 1:47:42
5. Werner Polleres (Remember John Rambo) 1:51:19
6. Andreas Stieglechner (Wördern) 1:51:49
7. Christoph Wolfram (RATS Amstetten) 1:54:52
8. Herbert Hortschitz (Team Saucony) 1:56:58

Top 3 Damen - 10km Distanz:
1. Jeanette Bernhauser (SIG Harreither) 2:36:21
2. Julia Seger (LC Erdpress) 2:44:41
3. Irmgard Querfeld (Kaffeepause) 2:45:02

Top 3 Herren - 20km Distanz:
1. Harald Mikesch (Laufwunder Steyr) 3:46:57
2. Erich Bernhauser (SIG Harreither) 3:53:14
3. Benjamin Bentele (Caba's Cabanauten) 4:09:11

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Kommentare   

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geiler lauf, aber könnts ruhig noch schwerere hindernisse machen ^^
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Also dieser Lauf ist mal etwas anderes! Ihr seht mich im nächsten Jahr bestimmt wieder! Ruhm und Ehre reichen. Hier steht der Spass im Vordergrund. :-)
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also ich den preis ganz OK! hab mir auch so eine gekauft kostet 300€ is doch nicht schlecht!
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vielleicht liegt es daran dass menschen im allgemeinen alles miteinander vergleichen. ich glaube nicht dass es eine so weltbewegende Kritik war, sondern eher nur ein Fakt der aufgefallen ist. und all das sollte man auch der masse mitteilen - nicht mehr, nicht weniger ;-)
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hätten durchaus mehr Preise sein können, aber es gibt wichtigeres ;-)
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Ruhm und Ehre wurde uns versprochen. Nicht mehr und nicht weniger haben wir erwartet. Da ist Kritik an der Ausschüttung von Preisen mehr als Fehl am Platz. Bei jedem noch so kleinen Volkslauf sind die Fixkosten so niedrig das die Läufer besser prämiert werden können. Als Veranstalter von "nur" Ultralangläufen kann ich das ganz gut beurteilen. Sachspenden bei einem "überschaubarem" Teilnehmerfeld zu bekommen ist sehr schwer geworden. Und wird, wie schon oben angemerkt, von den meisten Wildsäuen auch gar nicht erwartet. Eine leichte anhebung der Teilnehmerzahl und eine moderate Erhöhung der Startgelder müssten den WSDR in die Gewinnzone bringen. Jeder wird verstehen das ein Veranstalter das nicht nur zum persöhnlichen Lustgewinn macht. Und Geld beilegen geht GAR nicht.
--
Im Vorjahr kam nicht Kay Fischer auf die Idee alles 2 mal zu machen sondern wir CaBaNauTeN. Kay war der einzige der es geschafft hatte. Dieses Jahr taten sich das 47 an, von denen kamen nur 11 (4-CaBaNauTeN) ins Ziel.
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Ah und ein T-Shirt! Das T-Shirt sollte auch nicht fehlen! Also: Medaille und T-Shit! =)
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Liebe Leute der Redaktion,

Wenn ich durch den Wald laufe und durch kilometerlange Bachläufe, dann ist ALLES andere mehr als sicher!
Ich für meinen Teil hatte möder Spaß und habe mich auf einen sehr tollen und gut hergerichteten Rundkurs gesehen!

Ich befürchte, dass es nächstes Jahr eine weitere Steigerung der Hindernisse geben wird :-P
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Aber ich muss sagen, dass ich es voll in Ordnung finde, wenn es keine Preise gibt!
Eine Medaille für jeden der es geschafft hat ist genau richtig! Es soll ja einfach der Spaß im Vordergrund stehen und nicht der Wettkampf.
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Netter Bericht, aber bei 2 Punkten muss ich die Organisatoren in Schutz nehmen:
1. Bei die 25.000 bleibt sicher nichts über und wenn ist das nicht grad ein guter Stundenlohn, denn das ganze nimmt sicher mehr als genug Zeit in Anspruch, also bitte vorher mal durchrechnen und dann erst solche Fakten schreiben!
2. Sponsoren: Frag mal bei deine Kollegen oder vielleicht sogar dich selber, wieviele Sponsoren sich hier für die Seite anbieten! und du musst rechnen, die Seite hat sicher mehr Besucher und läuft über einen längeren Zeitraum!
Sonst wirklich ein toller Bericht!

@moeza: Danke an dein Team und dich für dieses saugeile Event!!! Freu mich schon aufs nächste Jahr!
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+3
die sponsorensuche ist schwieriger als erwartet. aber ich freu mich wenn mich interessierte sponsoren kontaktieren:
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Zu den Preisen: Es geht ja nicht darum das der Veranstalter Geld für Preise ausgibt, sondern Sponsoren findet die Preise spenden, was denke ich bei so einer Veranstaltung sehr einfach ist. Da sollte man wirklich den Hahn ansetzten und nächstes Jahr die Besten etwas mehr rühmen. Ist nicht wirklich eine Geldsache.
Veranstaltung wurde aber toll organisiert, nächstes Jahr sicher wieder.
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@moeza
Ja so hab ich mir das auch gedacht. Aber 5x im Jahr wäre auch nicht schlecht =)
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wenn ich 25.000 E GEWINN hätte... ich würde den event 5x im Jahr anbieten!
Leider sind die Kosen höher als 25.000 und ich bleib auf einem verlust sitzen.

Gut Recherschiert 8)
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Fühlt sich an wie Prellungen am ganzen Körper, aber es war einfach genial und lustig
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Mir tut noch immer alles weh, lauter Kratzwunden an armen und Beinen, aber war echt super. Bei den Preisen hätte man wirklich etwas innovativer sein können, nochdazu findet man für sowas zahlreiche Sponsoren, aber sonst perfekt veranstaltet.
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Tut euch auch alles weh? Meine Beine sind grün und blau, die Oberschenkel brennen und der Oberkörper ist total zerkratzt. Nächstes Jahr bin ich aber wieder dabei!
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Naja. Warum ein Gewinn von 25.000€???
Ich glaub ein bisschen was geht dann auch drauf für Organisation, Platzmiete, Toilettanlagen, AUFBAU DER STRECKE, etc.
Glaub nicht, dass dann unterm Strich so viel übrig bleibt.

Aber HAMMER Lauf war es
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+5
echt geiler lauf. nächstes jahr wieder :lol:
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