Die Berge riefen – und mehr als tausend Laufbegeisterte folgten diesem Ruf.
Der Grossglockner Mountain Run 2025 verwandelte Heiligenblut am Sonntag in ein wahres Mekka des Berglaufsports. Bei traumhaften Bedingungen fiel der Startschuss in den frühen Morgenstunden. Die Sonne strahlte mit den Athleten um die Wette, als sich vier Startblöcke auf den 13 Kilometer langen und mit knackigen 1.300 Höhenmetern gespickten Kurs durch den Nationalpark Hohe Tauern wagten – immer mit dem Blick auf das Ziel bei der majestätischen Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.
Was folgte, war ein Drama der besonderen Art: Geschwindigkeit, Schweiß, Gänsehaut-Momente – und ein Sieger aus Kenia, der mit Leichtigkeit über den Alpenkamm zu fliegen schien.
Kenianisches Tempo diktiert das Rennen
Ephantus Njeri vom Run2gether-Team war nicht zu stoppen. Mit einer Fabelzeit von 1:11:04 sicherte er sich eindrucksvoll den Tagessieg. „Ich habe mich gut vorbereitet, aber dieser Lauf hat meine Erwartungen übertroffen – eine unglaubliche Strecke!“, zeigte sich der Sieger begeistert.

Hinter ihm kämpfte sich der Vorjahressieger Richard Atuya in 1:14:29 auf Rang zwei. Dicht dahinter: Elija Kariuki mit 1:14:52. Ein starkes kenianisches Trio, das dem Grossglockner Mountain Run 2025 den Stempel aufdrückte.
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Doch die große Sensation lieferte der Osttiroler Josef Bodner. Mit 1:15:24 lief er als Fünfter und bester Österreicher über die Ziellinie – noch vor den hochgehandelten Innerhofer-Brüdern und dem deutschen Topfavoriten Filimon Abraham. „Ich bin komplett überrascht, wie gut es heute lief. Die Stimmung, das Wetter, das Publikum – alles hat gepasst!“, erklärte Bodner nach dem Zieleinlauf erschöpft, aber überglücklich.
Mit Christof Hochenwarter als schnellstem Kärntner (1:20:37) war auch lokalpatriotischer Jubel garantiert.
Damenrennen mit Tiroler Überraschung
Auch das Damenrennen hatte es in sich. Die Kenianerin Ann Ndichu triumphierte mit 1:25:39 souverän. Doch der Applaus galt ebenso der Tirolerin Anna Plattner, die mit einer starken Leistung in 1:26:45 sogar Weltmeisterin Philaris Kisang (1:32:13) hinter sich ließ. „Ich habe mich heute selbst überrascht. Dieser Lauf hat mich an meine Grenzen gebracht – aber genau das liebe ich daran.“

Als beste Kärntnerin glänzte Barbara Bischof, die mit 1:43:12 einen Top-10-Platz sicherte.
Prominenz und Power am Großglockner
Auch abseits der Elite war der Grossglockner Mountain Run 2025 ein Stelldichein der sportlichen Prominenz: Sebastian Schuschnig, Tourismuslandesrat, zeigte genauso Einsatz wie Slalom-Ass Kathi Truppe. Auch Roland Pfeiffenberger (SUZUKI) und Michi Seitlinger (Tomaz Group) machten nicht nur als Sponsoren, sondern auch sportlich eine gute Figur.

Erfolg auf ganzer Linie
Veranstalter Michi Kummerer von MJK Sportmarketing konnte am Ende ein rundum positives Fazit ziehen: „Der Wettergott war auf unserer Seite. Die Unwetter kamen erst nach der Siegerehrung. Mein Dank gilt der unglaublichen Crew, unseren Partnern und Sponsoren. Wir haben mit dem Grossglockner Mountain Run 2025 eine regionale Wertschöpfung von drei Millionen Euro erzielt – das ist sensationell!“
Der Grossglockner Mountain Run 2025 hat wieder bewiesen, warum er zu den spektakulärsten Bergläufen Europas zählt: epische Naturkulisse, sportliche Glanzleistungen und ein Spirit, der weit über die Ziellinie hinausgeht.
Weitere Fotos und alle Ergebnisse vom Grossglockner Mountainrun 2025
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