Vorjahressieger Milkesa Mengesha ist auch 2025 beim Berlin Marathon am Start.
Vorjahressieger Milkesa Mengesha ist auch 2025 beim Berlin Marathon am Start. (Foto: © Jean Marc Wiesner)
0 Kommentar(e)
Featured

Berlin Marathon 2025: Weltrekorde und Streckenrekorde kaum möglich

Berlin steht Kopf: Am Sonntag steigt der 51. Berlin Marathon und einmal mehr verspricht die Strecke entlang der Hauptstadt nicht nur schnelle Beine, sondern auch knisternde Spannung.

Mit über 55.000 Läufern aus 160 Nationen verwandelt sich die Stadt in eine riesige Bühne für Marathonträume. Ob persönliche Bestzeiten, nationale Rekorde oder gar ein Angriff auf die ewige Weltbestmarke – die Erwartungen könnten nicht höher sein.

Die Frauen: Wanjiru jagt die Spitze

Im Frauenfeld führt Rosemary Wanjiru das spektakuläre Starterfeld an. Mit ihrer Bestzeit von 2:16:14 reist die Kenianerin als Topfavoritin an. Sie kennt den Berlin Marathon bestens: 2021 feierte sie hier ihr Debüt und lief gleich als Zweite ins Ziel. „Wenn das Wetter passt und ich mich am Morgen gut fühle, will ich richtig schnell laufen,“ kündigte die 30-Jährige an. Mit gleich sieben Läuferinnen unter 2:20 Stunden ist Berlin bereit für ein wahres Tempofeuerwerk. Ein Angriff auf den Streckenrekord (2:11:53) ist aber nahezu unmöglich.

Die Äthiopierin Dera Dida reist ebenfalls mit glänzenden Erinnerungen an. Schon 2023 lief sie in Berlin ein starkes Rennen, ehe sie in Dubai ihre Bestmarke auf 2:18:32 verbesserte. „Ich habe hart trainiert und möchte am Sonntag ein persönliches Highlight setzen,“ sagt die 28-Jährige, die in einer Trainingsgruppe trainiert, aus der die letzten drei Berlin-Siegerinnen stammen. Ihre Mission: den nächsten Sieg nach Addis Ababa holen.

Auch die Japanerin Honami Maeda ist heiß auf Berlin. Sie knackte im Januar in Osaka den fast zwei Jahrzehnte alten Landesrekord und peilt nach langer Verletzungspause einen Neustart an. „Berlin ist für mich ein Restart – ich will alles geben,“ verspricht Maeda, die mit 2:18:59 ebenfalls zu den ganz Schnellen zählt.

Aus deutscher Sicht ruhen viele Augen auf Domenika Mayer. Die 34-Jährige glänzte 2022 mit 2:23:47 in Berlin und war damit die drittbeste Deutsche aller Zeiten. Nach gesundheitlichen Rückschlägen ist sie wieder fit: „Ich freue mich auf die Atmosphäre in Berlin und will meine Bestzeit angreifen.“ Ebenfalls am Start sind Fabienne Königstein mit viel Aufwind nach ihrem Comeback sowie Deborah Schöneborn, die mit 2:24:54 zu den schnellsten Deutschen gehört.

Die Männer: Sawe gegen die Uhr und Kipchoges Geist

Im Männerfeld sorgt Sabastian Sawe für elektrisierte Vorfreude. Der Kenianer gewann erst London und Valencia in Weltklassezeiten und peilt nun den Berliner Kursrekord von Eliud Kipchoge an. "Berlin hat die schnellste Strecke – ich will hier richtig Gas geben,“ sagt der 30-Jährige selbstbewusst. Mit einer Bestzeit von 2:02:05 ist er der fünftschnellste Läufer aller Zeiten. Sollte er angreifen, liegt sogar der Weltrekord in Reichweite. Ein Leistunggsprung um eineinhalb Minuten ist aber auf diesen Niveau fast unmöglich. Zumindest aber der Streckenrekord (2:01:09) liegt nicht ganz außer Reichweite.

Doch die Konkurrenz ist gewaltig: Milkesa Mengesha, Vorjahressieger mit 2:03:17, will seinen Titel verteidigen und kündigte an: „Ich bin besser vorbereitet als letztes Jahr.“ Neben ihm lauert der schnelle Tansanier Gabriel Geay, der mit 2:03:00 den Landesrekord hält. Auch Japans Hoffnung Kengo Suzuki plant eine Attacke auf die 2:04-Marke.

Die deutschen Männer: Pfeiffer in Rekordlaune

Bei den deutschen Stars ist Hendrik Pfeiffer heiß wie nie. Nach persönlichen Bestzeiten über 10 km und Halbmarathon will er nun erstmals unter 2:07 laufen. „Ich bin in der Form meines Lebens,“ erklärt er. Auch Sebastian Hendel, der im Vorjahr als bester Deutscher ins Ziel kam, liebäugelt mit einer Zeit unter 2:07. Haftom Welday und Johannes Motschmann ergänzen das Quartett mit klarer Mission: den deutschen Marathon auf der internationalen Bühne glänzen lassen.

Berlin bleibt Marathon-Mekka

Seit 2006 führt der BMW Berlin Marathon die Liste der schnellsten Marathonkurse der Welt an. Mit einem Schnitt von 2:02:33 für die zehn besten jemals gelaufenen Zeiten ist die Strecke unerreicht. Kein Wunder also, dass Jahr für Jahr die Besten der Welt nach Berlin strömen – und am Sonntag könnte Geschichte geschrieben werden. Egal ob Rekord, Triumph oder Überraschung: Berlin liefert. Immer.

Berlin Marathon 2025: Startliste Männer-Elite

NameNationPBBestleistung Ort/Jahr
Sabastian Sawe KEN 2:02:05 1. Valencia 24
Gabriel Geay TAN 2:03:00 2. Valencia 22
Milkesa Mengesha ETH 2:03:17 1. Berlin 24
Haymanot Alew ETH 2:03:31 3. Berlin 24
Guye Adola ETH 2:03:46 2. Berlin 17
Leul Gebresilase ETH 2:04:02 2. Dubai 18
Daniel Mateiko KEN 2:04:24 3. Valencia 24
Haftu Teklu ETH 2:04:42 5. Berlin 23
Chimdessa Debele ETH 2:04:44 6. Valencia 24
Kengo Suzuki JPN 2:04:56 1. Otsu 21
Chala Regasa ETH 2:05:06 2. Rotterdam 25
Samwel Mailu KEN 2:05:08 1. Wien 23
Yihunilign Adane ETH 2:05:37 1. Osaka 25
Tariku Novales ESP 2:05:48 11. Valencia 23
Kyohei Hosoya JPN 2:05:58 4. Osaka 25
Yuhei Urano JPN 2:06:23 13. Tokyo 25
Shuho Dairokuno JPN 2:07:12 6. Otsu 21
Hendrik Pfeiffer GER 2:07:14 3. Houston 24
Ezra Tanui KEN 2:07:28 1. Doha 25
Bernard Kimani KEN 2:07:28 10. Osaka
Hassan Chahdi FRA 2:07:30 5. London 24
Akira Akasaki JPN 2:07:32 6. Paris OG 24
Sebastian Hendel GER 2:07:33 17. Berlin 24
Shin Kimura JPN 2:07:34 11. Tokyo 20
Robert Ngeno KEN 2:07:35 1. Rom 25
Hicham Amghar MAR 2:07:45 4. Dongying 24
Haftom Welday GER 2:08:24 30. Valencia 23
Ken Nakayama JPN 2:08:24 20. Tokyo 25
Taiyo Iwasaki JPN 2:08:25 20. Osaka 25
Aoi Ota JPN 2:08:31 2. Gold Coast 25
Tachlowini Gabriyesos ART 2:09:00 19. Sevilla 23
Gao Peng CHN 2:09:34 8. Peking 23
Jin Yuasa JPN 2:09:43 1. Nobeoka
Paulo Paula BRA 2:09:51 19. Sevilla 22
George James GBR 2:10:02 5. Leuven 25
Peter Herzog AUT 2:10:06 12. London 20
Wang Wenjie CHN 2:10:23 5. Peking 24
Johannes Motschmann GER 2:10:39 9. London 24
Lemawork Ketema AUT 2:10:44 11. Vienna 19

Berlin Marathon 2025: Startliste Frauen-Elite

NameNationPBBestleistung Ort/Jahr
Rosemary Wanjiru KEN 2:16:14 2. Tokyo 24
Degitu Azimeraw ETH 2:17:58 2. London 21
Dera Dida ETH 2:18:32 2. Dubai 25
Mestawut Fikir ETH 2:18:48 2. Berlin 24
Tigist Girma ETH 2:18:52 7. Valencia 22
Honami Maeda JPN 2:18:59 2. Osaka 24
Sharon Chelimo KEN 2:19:33 1. Barcelona 25
Aberu Ayana ETH 2:20:20 4. Berlin 24
Azmera Gebru ETH 2:20:48 3. Amsterdam 19
Kidsan Alema ETH 2:22:28 6. Sevilla 22
Violah Cheptoo KEN 2:22:44 2. New York 21
Betty Chepkwony KEN 2:23:02 1. Rom 23
Domenika Mayer GER 2:23:47 14. Berlin 23
Deborah Schöneborn GER 2:24:54 4. Houston 24
Aberash Demisse ETH 2:25:43 10. Frankfurt 24
Fabienne Königstein GER 2:25:48 8. Hamburg 23
Aleksandra Lisowska POL 2:25:52 28. Valencia 23
Samantha Harrison GBR 2:25:59 11. London 23
Irvette Van Zyl RSA 2:26:11 16. Valencia 22
Hanne Verbruggen BEL 2:26:32 7. Sevilla 23
Melina Wolf GER 2:27:34 18. Berlin 24
Jill Holterman NED 2:28:18 6. Enschede 21
Samrawit Mengsteab SWE 2:28:44 9. Hamburg 25
Hanna Lindholm SWE 2:28:59 11. Sevilla 20
Katja Goldring USA 2:29:01 5. Sacramento 22
Ftaw Zeray ETH 2:29:15 1. Hefei 19
Lemlem Hailu ETH Debüt -
Fantu Worku ETH Debüt -
Girmawit Gebrzihair ETH Debüt -
Amy-Eloise Neale GBR Debüt -

Alle Informationen zum Berlin Marathon 2025 anzeigen

Empfohlene Artikel

Kommentar schreiben

Senden

Weitere interessante Themen