Spektakel am Hafen: Sydney Marathon mit Hassan und Kipchoge als Mega-Highlight
Die australische Metropole wird am 31. August zum Schauplatz eines ganz besonderen Sportfestes: Der Sydney Marathon feiert seine Premiere als Teil der Abbott World Marathon Majors – und das mit einem Line-up, das selbst die erfahrensten Fans sprachlos macht. Wenn Namen wie Sifan Hassan und Eliud Kipchoge auf der Startliste stehen, ist klar: Hier rollt die Königsklasse des Marathons an.
Hassan mit goldener Bilanz
Die niederländische Ausnahmeathletin Hassan kommt mit einer eindrucksvollen Marathon-Vita nach Sydney. Von fünf Starts hat sie drei gewonnen: den London-Marathon 2023 gleich bei ihrem Debüt, später den Chicago-Marathon in 2:13:44 – der drittschnellsten Zeit aller Zeiten – und zuletzt Gold bei den Olympischen Spielen in Paris mit einem Rekordlauf von 2:22:55. Dazu noch Bronze über 5000m und 10.000m – eine Bilanz, die selbst die größten Lauf-Legenden ehrfürchtig macht.
Auch 2024 war sie vorne dabei: Rang drei in London, Platz vier in Tokio. Ihre Motivation für Australien? „Ich freue mich darauf, einen weiteren Major zu laufen und die Energie der Sydney-Fans zu spüren. Australien ist ein starkes Leichtathletik-Land, und ein großartiger Marathon lebt von leidenschaftlichen Fans.“
Konkurrenz auf Weltklasse-Niveau
Mit Brigid Kosgei wartet auf Hassan eine ehemalige Weltrekordhalterin, die gleich fünf World Marathon Majors gewonnen hat. Sie lief ihre Bestzeit 2019 in 2:14:04 und hat dieses Jahr in Hamburg gezeigt, dass sie noch immer zum engsten Favoritenkreis gehört. Ebenfalls dabei: Titelverteidigerin Workenesh Edesa, die mit einem Kursrekord von 2:21:41 im Vorjahr glänzte und seitdem noch stärker geworden ist. Ihre persönliche Bestleistung von 2:17:55 zeigt, dass sie keineswegs nur zum Statisten kommt.
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Dazu gesellen sich weitere Hochkaräterinnen aus Äthiopien wie Ashete Bekere, Meseret Belete und Tiruye Mesfin. Auch die Australierinnen Jessica Stenson und Lisa Weightman haben sich vorgenommen, die heimischen Fans zum Jubeln zu bringen.
Kipchoge erstmals in Australien
Die große Bühne gehört aber auch Eliud Kipchoge, dem erfolgreichsten Marathonläufer der Geschichte. Mit 16 Siegen in 22 Rennen, darunter zwei Olympiasiege, ist er längst eine Legende. Sein Rekord von 2:01:09 bleibt einer der schnellsten Läufe aller Zeiten. Dieses Jahr stand er beim London-Marathon in 2:05:25 „nur“ auf Platz sechs – aber wer Kipchoge kennt, weiß: So etwas macht ihn nur gefährlicher.
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Für den Superstar ist es ein echtes Debüt: „Das ist nicht nur mein erster Sydney Marathon, sondern auch mein erstes Rennen überhaupt in Ozeanien. Ich freue mich auf die Atmosphäre und die beeindruckende Kulisse.“
Starke Rivalen lauern
Ein Spaziergang wird es aber nicht. Sein Landsmann Vincent Ngetich hat in Berlin bereits in 2:03:13 gezeigt, dass er Kipchoge fordern kann, und war zuletzt in Tokio gleich zweimal auf dem Podium. Ebenso gefährlich: der Äthiopier Birhanu Legese, zweifacher Tokio-Sieger mit einer Bestzeit von 2:02:48, und Dawit Wolde, der in Xiamen siegte. Australien schickt Brett Robinson und Liam Adams ins Rennen, die den Heimvorteil nutzen wollen. Der Kursrekord von 2:06:18 dürfte ernsthaft in Gefahr geraten.
Elitefelder im Überblick
| Frauen | Bestzeit |
|---|---|
| Sifan Hassan (NED) | 2:13:44 |
| Brigid Kosgei (KEN) | 2:14:04 |
| Workenesh Edesa (ETH) | 2:17:55 |
| Ashete Bekere (ETH) | 2:17:58 |
| Meseret Belete (ETH) | 2:18:21 |
| Tiruye Mesfin (ETH) | 2:18:35 |
| Sichala Kumeshi (ETH) | 2:19:53 |
| Buze Diriba (ETH) | 2:20:22 |
| Gladys Chesir (KEN) | 2:20:30 |
| Ai Hosoda (JPN) | 2:20:31 |
| Evaline Chirchir (KEN) | 2:20:33 |
| Pascalia Chepkosgei (KEN) | 2:22:11 |
| Anchialem Haymanot (ETH) | 2:22:23 |
| Jessica Stenson (AUS) | 2:22:56 |
| Lisa Weightman (AUS) | 2:23:15 |
| Leanne Pompeani (AUS) | 2:24:53 |
| Männer | Bestzeit |
|---|---|
| Eliud Kipchoge (KEN) | 2:01:09 |
| Birhanu Legese (ETH) | 2:02:48 |
| Vincent Ngetich (KEN) | 2:03:13 |
| Dawit Wolde (ETH) | 2:03:48 |
| Bernard Koech (KEN) | 2:04:09 |
| Hailemaryam Kiros (ETH) | 2:04:35 |
| Kenneth Kipkemoi (KEN) | 2:04:52 |
| Cornelius Kibet Kiplagat (KEN) | 2:04:54 |
| Samuel Fitwi (GER) | 2:04:56 |
| Addisu Gobena (ETH) | 2:05:01 |
| Afewerki Berhane (ERI) | 2:05:22 |
| Mulugeta Asefa (ETH) | 2:05:33 |
| Laban Korir (KEN) | 2:05:41 |
| Victor Kipchirchir (KEN) | 2:05:43 |
| Edward Cheserek (KEN) | 2:05:43 |
| Felix Kirwa (KEN) | 2:05:44 |
| Jemal Yimer (ETH) | 2:06:08 |
| Tebello Ramakongoana (LES) | 2:06:18 |
| Enock Kinyamal (KEN) | 2:06:32 |
| Eyob Faniel (ITA) | 2:07:09 |
| Kento Kikutani (JPN) | 2:07:26 |
| Yuki Kawauchi (JPN) | 2:07:27 |
| Brett Robinson (AUS) | 2:07:31 |
| Masato Arao (JPN) | 2:08:05 |
| Kosei Machida (JPN) | 2:08:17 |
| Mustapha Houdadi (MAR) | 2:08:24 |
| Shadrack Kimining (KEN) | 2:08:29 |
| Liam Adams (AUS) | 2:08:39 |
| Brian Shrader (USA) | 2:09:46 |

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