Der Werderseelauf hat geliefert. Sonne am Himmel, Tempo auf der Strecke und Zahlen, die selbst erfahrene Organisatoren kurz innehalten lassen. Beim 6. Werderseelauf rund um den Bremer Werdersee wurde gelaufen, gefeiert und nebenbei eine ganze Reihe neuer Bestmarken aufgestellt. Der Werderseelauf zeigte einmal mehr, wie schnell sich eine Veranstaltung entwickeln kann.
Thomas Hendrik Adick von bremenRAcing blickte dabei kurz zurück auf die Anfänge. 2021 stand er beim ersten Werderseelauf mit einer überschaubaren Starterliste da. Gerade einmal 247 Anmeldungen waren damals eingegangen. Beim 6. Werderseelauf lag die Messlatte deutlich höher. Über 2000 Teilnehmer meldeten sich an. Ein neuer Rekord für den Werderseelauf.
„Wahnsinn, was aus den Zeiten und aus dieser Veranstaltung geworden ist“, sagte Adick mit Blick auf die Entwicklung des Werderseelaufs.
Die Rahmenbedingungen passten perfekt. Die Strecke über 8,33 Kilometer führte erneut abgesperrt um den Werdersee und sorgte für schnelle Beine. Rund um Start und Ziel wartete beim Werderseelauf zusätzlich ein Bereich mit zahlreichen Ständen, der den Teilnehmern und Zuschauern ordentlich Stimmung servierte. Gute Laune auf der Wiese, hohe Geschwindigkeit auf dem Asphalt.
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Ultra-Duell mit Rekordtempo
Besonders eindrucksvoll wurde es über die 50 Kilometer. Dort ging es nicht nur um starke Zeiten, sondern auch um den deutschen Meistertitel im Ultra-Marathon.
Marcel Bräutigam nutzte die schnellen Bedingungen beim Werderseelauf gnadenlos aus. Nach 2:52:08 Stunden erreichte der Thüringer das Ziel und hatte damit gleich zwei Dinge erledigt. Deutscher Meister im Ultra-Marathon und neuer Streckenrekord beim Werderseelauf.
„Ich hätte weiterlaufen können“, meinte Bräutigam nach seinem Finish.
„Ich bin rundum zufrieden“, ergänzte der 38-Jährige später.
Finnischer Rekord am Werdersee
Auch die Siegerin sorgte beim Werderseelauf für internationale Schlagzeilen. Satu Lipiäinen war extra mit Mann und Kind aus Finnland nach Bremen gereist. Der Grund ist simpel.
„Perfekt Race, so nice.“
In ihrer Heimat gibt es laut Lipiäinen keine Rennen über 50 Kilometer. Der Werderseelauf bot also die perfekte Bühne. Und die Finnin nutzte sie eindrucksvoll.
Mit einer Zeit von 3:13:02 Stunden stellte sie einen neuen finnischen Rekord über die Distanz auf. Gleichzeitig lag sie rund 20 Minuten vor der neuen Deutschen Meisterin Christiane Neidiger.
Der Werderseelauf zeigte sich dabei als schnelle Strecke. In den vergangenen Jahren hatte der Wind den Teilnehmern öfter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Diesmal blieb der Gegenwind weitgehend aus. Tempo war also garantiert.
Bremer Läufer ebenfalls ganz vorne
Auch aus Bremer Sicht gab es beim Werderseelauf einiges zu feiern. Zwei deutsche Altersklassenmeister kommen aus der Region. Ruslan Heleta vom SV Werder gewann die Klasse M20. Niklas Schröder von Let’s Run holte den Titel in der Klasse M50.
Hartmuth Schlachter vom ATS Buntentor sorgte ebenfalls für ein starkes Ergebnis und wurde deutscher Vizemeister in der Klasse M70.
Doch nicht nur über die 50 Kilometer mischten regionale Läufer beim Werderseelauf ganz vorne mit. Auch in den anderen Bewerben gab es Siege aus Bremen und Umgebung.
Klara Zidlicky von der LG Bremen-Nord gewann den 5-Kilometer-Lauf. Pauline Jansen aus Riede sicherte sich den Sieg über 10 Kilometer. Den Marathon beim Werderseelauf entschied Marcel Ruthenkolk aus Groß Ippener für sich.
Der Werderseelauf bleibt damit eine der schnellsten Laufbühnen Norddeutschlands.
Der nächste Werderseelauf steht schon fest
Der Blick richtet sich bereits nach vorne. Der 7. Werderseelauf findet am 21. März 2027 statt. Die Anmeldung für den nächsten Werderseelauf ist bereits geöffnet.
Alle Ergebnisse gibt es unter: werderseelauf.de/teilnehmerinfos/ergebnisse-urkunden-2026
Weitere Informationen:


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