Völlig kurioser Vorfall bei einer der größten Laufveranstaltungen der Welt.

Beim Peachtree Road Race in Atlanta lag die 5-Kilometer-Weltrekordhalterin Senbere Teferi bis kurz vor dem Ziel sicher in Führung. Doch ein eigenartiger Fehler kostete ihr den Sieg.

60.000 Teilnehmer

Seit 1970 wird das Peachtree Road Race jährlich am Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten von Amerika ausgetragen. Bis zu 60.000 Läufer sind jährlich bei diesem 10-Kilometer-Straßenlauf am Start. Im Jahr 2023 erreichten immerhin fast 38.000 Läufer das Ziel.https://vg02.met.vgwort.de/na/bf63abb56cf844e8a8c1f959b87f9b25

Zu sehr auf Rekord fokussiert

Bis kurz vor dem Ziel sah die Äthiopierin Senbere Teferi wie die sichere Siegerin aus. Doch die 28-Jährige war auf den Kampf gegen die Uhr fixiert. Denn sie wollte den Streckenrekord von Marathon-Weltrekordhalterin Brigid Kosgei brechen, die im Jahr 2019 eine Zeit von 30:22 Minuten beim Peatchtree Road Race lief.

Teamkollegin profitierte vom Missgeschick

Senbere Teferi sah am Schlusskilometer mehrmals auf ihre Laufuhr. Dabei war sie so sehr auf die Uhr fixiert, dass sie den Fokus auf die Laufstrecke völlig verlor. Als kurz vor dem Ziel ein Motorrad, welches die führende Läuferin begleitete, von der Strecke abfuhr, folgte Teferi dem Motorrad. Nachdem sie ihr Missgeschick wahrgenommen hatte, war nicht nur die Chance auf den Streckenrekord dahin, sondern sogar die Chance auf den Sieg. Denn Teamkollegin Fotyen Tesfay und die Kenianerin Jesca Chelangat zogen an Teferei vorbei. Tesfay erreichte nach 30:44 Minuten das Ziel, zwei Sekunden später folgte Chelangat, eine weitere Sekunde dahinter Teferi.

Hoher finanzieller Verlust

Das Sieger-Preisgeld von 10.000 US-Dollar kassierte ebenfalls Fotyen Tesfay und nicht ihre Landsfrau. Auch die Chance auf einen Prämie für den Streckenrekord war dahin.

Drama auch bei den Herren

Dramatisch war die Entscheidung bei den Herren. Da erreichten die Top 3 allesamt zeitgleich das Ziel. Charles Langat aus Kenia wurde nach 27:43 Minuten schlussendlich vor Gabriel Geay (Tansania) und Nibret Melak (Äthiopien) zum Sieger erklärt.

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Foto: © Chip Harlan from atlanta, ga  Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license


Kommentare

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Experte
Mittwoch, 05. Juli 2023 16:23
Am Römer Wochenende ist die Spitzengruppe der Frauen auch einem Boot statt der Boje gefolgt.

Das passiert leider vielen Frauen.

Und manchmal auch Männern.
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Björn
Mittwoch, 05. Juli 2023 14:05
Habe mich vor ein paar Wochen beim Lüneburger Heide Ultra verlaufen. Sechs Kilometer Umweg, 40 Minuten futsch, Top 10 dahin. Einerseits natürlich total ärgerlich, andererseits bin ich die weiteste Strecke von allen gelaufen. Dementsprechend musste ich sparsam mit meinem halben Liter Wasser sein bei knapp 30 Grad. Im Nachhinein bin ich unfassbar glücklich, dass ich überhaupt in der Lage bin so was machen zu dürfen
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