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Im Fußball gibt es für gewöhnlich zwei unterschiedliche Wege erfolgreich zu sein.

Entweder man kauft dank überlegener finanzieller Mittel eine Topmannschaft zusammen – die Galaktischen lassen grüßen, oder aber der Verein setzt auf junge, entwicklungsfähige Spieler, die zu Superstars reifen. Für einen großen Teil der Vereine ergibt sich zwangsweise nur Variante zwei, da nicht alle Teams auf ein schier unendliches Budget zugreifen können. Generell geht der Trend im europäischen Fußball aber auch bei Topclubs wie Bayern oder Chelsea zu immer jüngeren Spielern, die immer besser ausgebildet sind. Wir werfen einen Blick auf das Geschäft mit den Supertalenten.

Hervorragende Jugendarbeit in Deutschland

Vor allem in der deutschen Bundesliga wird vermehrt auf Jugendarbeit gesetzt. Im Vergleich zu den großen europäischen Ligen wie der Premier League, La Liga oder der Serie A hat die deutsche Liga das jüngste Durchschnittsalter. Dies mag auch damit zusammenhängen, dass in den anderen Ligen, vor allem in England, das Geld im Überfluss vorhanden zu sein scheint. Dies zeigt auch eine Reportage der FAZ, die sich mit dem großen Geld in England beschäftigt hat. So setzen viele deutsche Vereine vermehrt auf entwicklungsfähige Talente, anstatt auf große Stars. Im Wettbieten mit den Topclubs kann aus Deutschland eigentlich nur noch der FC Bayern mithalten. Anhand der Infografik von Betway lässt sich die finanzielle Dominanz der Bayern innerhalb der Liga gut erkennen.

Grafik (C) Betway

Dortmunds Weg zum Erfolg

Dass man den Weg des „Ausbildungsvereins“ dennoch äußerst erfolgreich bestreiten kann, zeigt das Beispiel Borussia Dortmund. In den letzten Jahren hat sich der Verein das Image eines der besten Sprungbretter für Toptalente in Europa erarbeitet. In aller Regelmäßigkeit gelingt es den Verantwortlichen um Aki Watzke und Michael Zorc Talente zu verpflichten, die kurz vor dem Schritt zu einem absoluten Topclub stehen. Ob Ilkay Gündogan, Christian Pulisic oder Ousman Dembele – dies sind nur einige der Spieler, die für wenig Geld verpflichtet und für ein Vielfaches wieder verkauft werden konnten. Dass Dortmund eine Topadresse für Talente ist, erkennt man auch daran, dass immer wieder junge Spieler den Weg nach Dortmund suchen. Mit Jadon Sancho oder Julian Brandt stehen schon die nächsten „Superstars“ in den Startlöchern.

Bundesligisten setzen auf Jugend

Auch die anderen Spitzenclubs aus Deutschland setzen auf die Jugend. RB Leipzig beispielsweise hat diese Philosophie von Anfang an verankert und präsentiert regelmäßig junge Spieler, die in Zusammenarbeit mit der weltweiten Red Bull-Talentförderung entdeckt werden. Bayer Leverkusen gehört ebenfalls seit Jahren zu den Vereinen mit einer Top-Jugendarbeit. Während in den 2000ern vor allem viel in Südamerika gescoutet wurde, bringt Bayer nun regelmäßig neue Nationalspieler hervor. Bestes Beispiel ist derzeit wohl Kai Havertz, der mit knapp 20 Jahren schon fast 100 Bundesligapartien absolviert hat. Aber auch die Bayern versuchen mittlerweile diesen Weg einzuschlagen, wie der jüngste Transfer von Michael Cuisance zeigt.

Eines steht jedenfalls fest: Im Wettstreit mit den finanzstarken Clubs aus England, ist es unumgänglich, auf Talententwicklung zu setzen.


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