Bewertung: 5 / 5

Stern aktivStern aktivStern aktivStern aktivStern aktiv
 

Reduziert sich die sportliche Leistungsfähigkeit eines mental erschöpften Menschen?

Laut einer europäischen Studie könnte sich schon eine kurze Phase der mentalen Belastung negativ auf unserer sportliche Leistungsfähigkeit auswirken.

Probanden erhielten 30 Minuten lang mental ermüdenden Aufgaben und absolvierten direkt danach einen 5 km-Lauf in einem beliebigen Tempo auf dem Laufband. Der Vorgang wurde ein zweites Mal mit veränderten kognitiven Herausforderungen wiederholt.

Reichen 30 Minuten mentale Erschöpfung aus?

Für die kognitiven Aufgaben wurde der Stroop-Test verwendet. Bei diesem werden auf einem Bildschirm blinkende Wörter in verschiedenen Farben angezeigt. Die Probanden müssen den Knopf drücken, der zur Farbe des Wortes passt. Um die Aufgabe besonders schwierig zu machen, waren die Wörter selbst farbig, sodass zum Beispiel das Wort "Rot" in gelber Farbe zu sehen war. Gedrückt werden musste der gelbe Knopf. Den roten Knopf nicht zu drücken verlangt eine sogenannte Reaktionsunterdrückung. Die zweite Testversion zeigte zum Wort die gleiche Anzeigenfarbe an. Das heißt eine Reaktionsunterdrückung war nicht notwendig. Der Test war also weniger fordernd.

Subjektiv kein Unterschied, aber ...

In den darauf folgenden Laufbandtests schätzten die Probanden mit Reaktionsunterdrückung ihre Anstrengung als höher ein. Zudem war das Lauftempo um durchschnittlich sechs Prozent langsamer. Vor dem Laufbandtest gab es bei den Teilnehmern vom subjektiven Empfinden her allerdings keinen Unterschied bei der mentalen Erschöpfung.

Das heißt, eine kurze Phase mentaler Erschöpfung kann sich schon erheblich auf unsere Leistungsfähigkeit auswirken, auch wenn wir vor der Belastung kein schlechteres Empfinden verspüren. Sechs Prozent sind zudem nicht gerade wenig: Ein 10 km Läufer mit einer Bestzeit von 50:00 Minuten, würde so gleich drei Minuten verlieren.

Mehr zum Thema:


Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren