Zum 44. Mal wurde heute in Rotterdam der schnellste Marathonlauf in den Niederlanden ausgetragen.
Mittlerweile zählt der Rotterdam Marathon zu den absoluten Highlights im internationalen Laufkalender und liefert sich seit Jahren ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Amsterdam Marathon um die Krone der schnellsten Marathonstrecke des Landes.
Rotterdam: Eine Strecke der Superlative
Seit Bashir Abdi im Jahr 2021 den Streckenrekord mit beeindruckenden 2:03:36 Stunden aufstellte, hält Rotterdam die Spitzenposition in den Niederlanden – wenn auch nur mit einem hauchdünnen Vorsprung vor Amsterdam. Bei den Frauen hingegen hinkt Rotterdam ein wenig hinterher. Der Rekord von Tiki Gelana aus dem Jahr 2012, als sie 2:18:58 Stunden lief, ist zwar eine historische Leistung, doch die jüngsten Rekorde in Amsterdam liegen mittlerweile fast zwei Minuten schneller.
Für die Veranstalter war dies ein Anreiz, in diesem Jahr wieder verstärkt in ein hochkarätiges Elitefeld zu investieren. Besonders das Männerfeld sorgte in der Vergangenheit für spektakuläre Rennen, so wie 2024, als Abdi Nageeye mit einer Zeit von 2:04:45 Stunden den Sieg holte. Im Frauenrennen hingegen blieb die Siegerzeit von Ashete Bekere (2:19:30 Stunden) eher im Schatten.
Spitzenathleten und Hobbyläufer
Auch in diesem Jahr war die Strecke von der Erasmusbrücke bis durch die Innenstadt Rotterdams ein Magnet für Top-Athleten und Laufbegeisterte. Unter den knapp 20.000 Teilnehmern befanden sich einige der besten Marathonläufer der Welt, die die schnellen Straßen Rotterdams für persönliche Bestzeiten und Rekordversuche nutzten.
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Kenia triumphiert doppelt in Rotterdam
Der NN Marathon Rotterdam, ein mit dem World Athletics Gold Label ausgezeichneter Straßenlauf, wurde 2025 zur Bühne eines kenianischen Doppelsiegs: Geoffrey Kamworor und Jackline Cherono liefen mit beeindruckenden Zeiten von 2:04:33 bzw. 2:21:14 zu souveränen Siegen - die Streckenrekorde wurden aber doch deutlich verpasst.

Kamworor zeigte einmal mehr seine Weltklasse. Nach einem Halbmarathon-Split von 1:02:21 gehörte er bei Kilometer 30 zu einer vierköpfigen Führungsgruppe, die er bei Kilometer 35 mit einem entschlossenen Antritt sprengte. In der Folge setzte er sich klar von seinen Konkurrenten ab und sicherte sich den dritten Marathon-Sieg seiner Karriere – und den ersten seit seinem Triumph beim New York City Marathon 2019.
„Ich bin so glücklich“, sagte der ehemalige Halbmarathon-Weltrekordhalter im Ziel. „Es war windig, aber ich freue mich, dass ich das Beste daraus machen konnte.“
Hinter ihm komplettierten die Äthiopier Chala Regasa (2:05:06) und Chimdessa Debele (2:05:26) das Podium. Kamworor bewies eindrucksvoll, dass mit ihm wieder zu rechnen ist – auch nach Jahren des Wartens auf einen großen Sieg.
Jackline Cherono: Ein Sieg wie aus einem Guss
Jackline Cherono dominierte das Frauenrennen beinahe mühelos. Sie erreichte die Halbmarathonmarke in 1:09:14 und ließ ihre Verfolgerinnen danach nicht mehr herankommen. Mit einem starken Schlussteil gewann sie ihren zweiten Marathon überhaupt – und das mit einer neuen persönlichen Bestzeit.
„Ich wusste, dass ich in guter Form bin, aber so ein Rennen ist immer etwas Besonderes“, erklärte Cherono im Ziel. Ihr bisheriger Rekord (2:21:40, Hamburg 2024) fiel deutlich - 2:21:14 Stunden lautete ihre Siegeszeit. Nur die Äthiopierinnen Aminet Ahmed (2:22:14) und Azmera Gebru (2:22:15) kamen ihr ansatzweise nahe – mit exakt einer Minute Rückstand auf die Siegerin.
Nach ihrem Erfolg beim Kosice Peace Marathon 2023 ist Rotterdam nun der zweite große Triumph der aufstrebenden Kenianerin – und vermutlich nicht der letzte.
Ein Statement aus Kenia – und ein Versprechen an die Zukunft
Mit diesem Doppelsieg unterstrichen Kenias Topläufer erneut ihre Ausnahmestellung im internationalen Straßenlauf. Während Geoffrey Kamworor ein beeindruckendes Comeback feierte, ließ Jackline Cherono keinen Zweifel daran, dass sie zur neuen Marathonelite zählt. Der NN Marathon Rotterdam 2025 war nicht nur ein Fest des Laufsports – sondern auch eine klare Botschaft: Die Marathonkrone bleibt in Ostafrika fest verankert.
Ergebnisse Rotterdam Marathon 2025: Herren
| Pos | Name | Zeit |
|---|---|---|
| 1. | KAMWOROR Geoffrey | 02:04:33 |
| 2. | REGASA Chala | 02:05:06 |
| 3. | DEBELE Chimdessa | 02:05:26 |
| 4. | KIMUTAI Kennedy | 02:05:27 |
| 5. | MASAI Chesiro Alex | 02:08:03 |
| 6. | KOLIAN Raphael | 02:08:55 |
| 7. | ASMARE Bazezew | 02:09:04 |
| 8. | DAGNACHEW Antenayeh | 02:09:07 |
| 9. | BARATA Samuel | 02:09:45 |
| 10. | TESFU Filmon | 02:09:45 |
| 11. | HAILU Dejene | 02:09:48 |
| 12. | HASO Tonosa Hiko | 02:09:52 |
| 13. | LARA Frank | 02:09:53 |
| 14. | KIPYATICH Abraham | 02:09:55 |
| 15. | WAISS Abdi | 02:10:29 |
| 16. | HENDRIX Robin | 02:11:04 |
| 17. | MEKONEN Teshome | 02:11:04 |
| 18. | KIPTOO Edwin | 02:11:34 |
| 19. | KIPTARUS Dominic | 02:11:40 |
| 20. | KIPKEMOI Kenneth | 02:12:34 |
| 21. | SIROR Stanley Kipkirui | 02:12:54 |
| 22. | NIMUBONA Yves | 02:13:01 |
| 23. | THOMSON Jacob | 02:14:46 |
| 24. | KOREMAN Bjorn | 02:17:33 |
| 25. | KIPROTICH Peter | 02:21:16 |
| 26. | WILLEBOORDSE Floris | 02:21:46 |
| 27. | VENEMA Jonatan | 02:22:02 |
| 28. | TOO Lameck | 02:23:29 |
| 29. | KEBEDE Abhram | 02:23:43 |
| 30. | RAINSFORD Christopher | 02:23:53 |
| 31. | MAHATARE Harshad | 02:28:35 |
Ergebnisse Rotterdam Marathon 2025: Frauen
| Pos | Name | Zeit |
|---|---|---|
| 1. | CHERONO Jackline | 02:21:14 |
| 2. | AHMED Aminet | 02:22:14 |
| 3. | GEBRU Azmera | 02:22:15 |
| 4. | MESFIN Tiruye | 02:22:27 |
| 5. | TESFU Dolshi | 02:23:17 |
| 6. | HAYMANOT Anchialem | 02:23:40 |
| 7. | KUMSA Chimdesa | 02:23:42 |
| 8. | KEBEDE Almaz | 02:24:03 |
| 9. | CHEBET Rachael Zena | 02:26:10 |
| 10. | DONNELLY Abbie | 02:26:21 |
| 11. | MONTOYA Maggie | 02:27:50 |
| 12. | CHEBET Emily | 02:28:22 |
| 13. | LUIJTEN Anne | 02:31:27 |
| 14. | HOWARD Liza | 02:36:09 |
| 15. | UMMELS Brity | 02:39:18 |
| 16. | HERNANDEZ FLORES Margarita | 02:42:05 |
| 17. | SIBMA Jasmijn | 02:49:46 |
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