Läufer auf einer Straße
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100-km-WM 2024: Dominanz von Japan und Frankreich

Die 100-km-Weltmeisterschaft 2024 fand erstmals in Indien statt. Auf einem anspruchsvollen Kurs in Bengaluru, der aus 20 Runden mit einem zusätzlichen 2.696 Meter langen Extrastart bestand, trafen sich die besten Ultraläufer der Welt.

Trotz der herausfordernden Bedingungen durch hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit beeindruckten die Athleten mit spannenden Leistungen. Bei den Herren dominierte Jumpei Yamaguchi aus Japan mit einer herausragenden Zeit, während bei den Frauen die Französin Floriane Hot ihren Titel erfolgreich verteidigte.

Rennen der Männer: Yamaguchis beeindruckender Triumph

Mit 15 Minuten Verspätung begann das Rennen, das durch zahlreiche Kurven, Schattenabschnitte und schwer einsehbare Bodenwellen geprägt war. Diese Bedingungen machten es von Beginn an schwierig, Rekordzeiten zu erreichen. Dennoch gab es spannende Entwicklungen im Rennverlauf.

Frühe Dominanz der Japaner

Die beiden japanischen Favoriten Jumpei Yamaguchi und Haruki Okayama, Erst- und Zweitplatzierte der WM 2022 in Berlin, übernahmen früh die Spitze. Guillaume Ruel aus Frankreich und der Japaner Watanabe folgten in der Spitzengruppe, verloren jedoch nach drei Runden den Anschluss. Ruel musste das Rennen nach etwa drei Stunden verletzungsbedingt aufgeben, während sich Watanabe durchkämpfte und am Ende 19. wurde (7:01 Stunden).

Wachsende Vorsprünge

Yamaguchi baute zwischen der zehnten und elften Runde seinen Vorsprung auf Okayama langsam aus, während der Spanier Antonio Aguilar sich auf den dritten Rang vorarbeitete. In der drückenden Hitze zeigten die Spanier insgesamt starke Leistungen. Aguilar überholte Okayama nach gut 15 Runden und lief einen deutlichen Vorsprung heraus. Felix Pont und Carlos Gazapo, ebenfalls aus Spanien, vervollständigten das Verfolgerfeld.

Entscheidung und Zieleinlauf

Yamaguchi zeigte eine souveräne Leistung und ging mit einem Vorsprung von fast 12 Minuten in die letzte Runde. Mit 6:12:17 Stunden gewann er beeindruckend seinen ersten Weltmeistertitel. Aguilar sicherte sich mit 6:25:54 Stunden den zweiten Platz, während Okayama als Dritter (6:37:54 Stunden) das Podium vervollständigte. Der Japaner Toyu Somira belegte Rang 4 (6:39:58 Stunden) und sicherte Japan den Sieg in der Teamwertung. Felix Pont (Spanien) wurde Fünfter, gefolgt von Chikara Omine (USA) auf Rang 6.

Teamwertung der Männer

Japan dominierte die Teamwertung mit einem Vorsprung von mehr als 32 Minuten vor Spanien. Großbritannien belegte Rang 3, deutlich vor den USA auf Platz 4. Das deutsche Team, geschwächt durch den Ausfall von Max Kirschbaum, erreichte Rang 5 und konnte Polen knapp auf Distanz halten.

Rennen der Frauen: Floriane Hot verteidigt Titel

Das Frauenrennen begann mit einem starken Tempo der Japanerin Miho Nakata und der Ungarin Eszter Csillag. Favoritinnen wie Floriane Hot und Marie-Ange Brumelot aus Frankreich hielten sich zunächst taktisch zurück.

Spannender Rennverlauf

Nach sechs Runden führte Nakata weiterhin, doch Hot und Brumelot arbeiteten sich kontinuierlich nach vorn. Sarah Webster (Großbritannien) übernahm zwischenzeitlich die Spitze, wurde jedoch von den taktisch klugen Französinnen eingeholt. Hot überholte Webster in Runde 16 und setzte sich ab.

Zieleinlauf und Teamwertung

Mit 7:08:43 Stunden gewann Hot das Rennen, während ihre Teamkollegin Brumelot (7:12:22 Stunden) den zweiten Platz erreichte. Sarah Webster komplettierte das Podium mit 7:19:18 Stunden. Miho Nakata wurde Vierte, gefolgt von Melissah Gibson (Großbritannien) und Dominika Stelmach (Polen).

In der Teamwertung dominierte Frankreich mit einem klaren Sieg vor Großbritannien und den USA. Japan belegte den vierten Platz. Von 74 gestarteten Frauen erreichten 49 das Ziel.

Stimmen der Sieger

Jumpei Yamaguchi: "Die Schattenabschnitte haben geholfen, aber die Fußgänger und Radfahrer auf der Strecke waren ein Problem. So etwas sollte bei einer Weltmeisterschaft nicht passieren."

Floriane Hot: "Ich habe während des gesamten Rennens an meinen Sohn Nion gedacht. Es war schwer, ohne ihn zu starten, aber dieser Sieg gehört auch meiner Familie und meinem Partner Nicolas."

Das große Laufbuch der Trainingspläne

Die 100-km-Weltmeisterschaft in Bengaluru bot trotz schwieriger Bedingungen packende Rennen und herausragende Leistungen. Während Japan bei den Männern seine Dominanz unter Beweis stellte, triumphierten die französischen Frauen mit Geschlossenheit und taktischem Geschick. Die Veranstaltung hinterließ jedoch organisatorisch gemischte Eindrücke, insbesondere aufgrund von Problemen auf der Strecke.

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