Am 7. Dezember 2024 wird die indische Metropole Bengaluru Schauplatz eines der prestigeträchtigsten Events der Ultralaufszene: die 100-km-Weltmeisterschaft, organisiert vom Weltverband IAU.
Nach der letzten Austragung 2022 in Berlin/Bernau, bei der Japan (Männer) und die USA (Frauen) die Team-Titel holten, verspricht auch die diesjährige WM spannende Wettkämpfe. Besonders Frankreich, das 2022 in beiden Kategorien Team-Vizemeister wurde, hat sich hohe Ziele gesteckt. Ebenso spannend: Zum ersten Mal tritt ein Team aus Nepal an.
Männer: Japan fast unschlagbar – Herausforderer aus Frankreich
Die japanische Mannschaft geht als klarer Favorit ins Rennen. Mit drei der vier gemeldeten Läufer, die Bestzeiten von unter 6:16 Stunden aufweisen, scheint ihr Titelgewinn fast sicher. Einzig der französische Ausnahmeathlet Guillaume Ruel, aktueller Weltbestenlisten-Zweiter und Halter des 50-km-Europarekords, könnte den Japanern gefährlich werden. Außenseiterchancen haben die Teams aus Großbritannien, Spanien, Schweden und den USA. Die Niederlande hätten ebenfalls zur Spitzengruppe gezählt, doch der krankheitsbedingte Ausfall von Comrades-Sieger Piet Wiersma schwächt das Team erheblich.
Einzelathleten im Fokus:
- Jumpei Yamaguchi (Japan): Persönliche Bestzeit 6:06:07 Stunden – klarer Favorit.
- Haruki Okayama (Japan): PB 6:12:10 Stunden – gefährlicher Mitfavorit.
- Guillaume Ruel (Frankreich): PB 6:13:42 Stunden – heiß auf den Titel.
- Olle Meijer (Schweden): PB 6:20:51 Stunden – Außenseiter mit Potenzial.
- Antonio Aguilar (Spanien): PB 6:27:38 Stunden – Hoffnung für Spanien.
Auch die Gastgeber aus Indien möchten sich trotz fehlender Qualifikationen gut präsentieren und hoffen, ihren Heimvorteil auszuspielen.
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Frauen: USA, Frankreich und Großbritannien im engen Wettstreit
Im Frauenfeld gilt die USA mit drei gemeldeten Teams als dominierende Kraft. Doch die Französinnen, angeführt von Titelverteidigerin Floriane Hot und der neuen Meisterin Marie-Ange Brumelot, sind hochmotiviert, die US-Amerikanerinnen herauszufordern. Großbritannien bringt eine Mannschaft mit starkem Kampfgeist an den Start, während Kroatien zahlenmäßig überzeugt, leistungsmäßig jedoch schwächer einzuschätzen ist. Auch Indien und Thailand haben Teams gemeldet.
Einzelathletinnen mit Titelchancen:
- Marie-Ange Brumelot (Frankreich): PB 6:56:54 Stunden – beste Frau der Saison 2024 und Debütantin.
- Floriane Hot (Frankreich): PB 7:04:03 Stunden – Titelverteidigerin und Rückkehrerin nach Babypause.
- Sarah Webster (Großbritannien): PB 7:03:40 Stunden – starke Britin im Rennen.
- Caitriona Jennings (Irland): PB 7:07:16 Stunden – routinierte Läuferin mit Erfahrung.
- Courtney Olsen (USA): PB 7:15:29 Stunden – Hoffnungsträgerin des US-Teams.
- Miho Makata (Japan): PB 7:19:12 Stunden – Außenseiterin mit Potenzial.
Schwierige Bedingungen könnten Zeiten beeinflussen
Besonders schnelle Zeiten oder gar Rekorde dürften bei der diesjährigen WM schwer zu erreichen sein. Mit Temperaturen zwischen 24 und 26 Grad Celsius und einer erwarteten starken Luftverschmutzung steht den Athleten ein herausfordernder Wettkampftag bevor.
Die 100-km-Weltmeisterschaft verspricht packende Duelle, strategische Teamtaktiken und spannende Überraschungen. Ob die Favoriten ihren Erwartungen gerecht werden oder Außenseiter Geschichte schreiben, bleibt abzuwarten.
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