Onnalenna Khonkhobe
Archivfoto von Onnalenna Khonkhobe (Foto: Richard Pearce, Tobias Ginsberg)
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Sieg vorhergesagt, Versprechen eingelöst

Der Nedbank Running Club dominierte den City2City-Ultramarathon auf der Strecke zwischen dem Start in Johannesburg (auf etwa 1.700 m über NN) und dem Zielort Tshwane (dem Herzstück der Municipality Pretoria) auf rund 1.370 m über NN.

Absoluter Laufstar war – wieder einmal – Onalenna Khonkhobe, der spindeldürre Athlet aus dem Nordwesten des Landes, der diesen Sieg zuvor vorausgesagt hatte und sein Versprechen auch einlösen konnte. Sein Preisgeld betrug 200.000 Rand (etwas mehr als 10.000 Euro), eine Summe, die ebenso für die Frauensiegerin galt.

Der Streckenverlauf hat es in sich: Vom Start weg geht es bis Kilometer 18 meist leicht abfallend, ehe zwischen Kilometer 20 und 32 heftige Steigungen – unterbrochen von kurzen Downhill-Abschnitten – folgen. Das Teilstück von Kilometer 32 bis 46 bleibt erneut leicht abfallend. Doch ab Kilometer 46 wartet nochmals ein steiler Anstieg, den Sieger Khonkhobe geschickt zu nutzen wusste. Die letzten Kilometer bis zum Ziel führen dann ebenfalls bergab. Insgesamt ein äußerst strapaziöses Rennen, das sich jeder Teilnehmer hart erkämpfen musste.

Onalenna Khonkhobe zeigte eine beeindruckende Leistung als „Head of the Table“ und gewann mit der Siegerzeit von 2:52:01 Std. sowie 1:24 Minuten Vorsprung auf die starke Konkurrenz. Es schien fast, als sei der Lauf für ihn gar nicht so schwer gewesen, denn er verwöhnte die Zuschauer an der Ziellinie mit Liegestützen und einem triumphierenden Tanz. Im Vergleich mit der weltbesten Zeit über die 50-km-Distanz von 2:49 Std. im Jahr 2025 (erzielt auf einer reinen Flachstrecke) ist seine Vorstellung allerhöchster Achtung wert.

„Das Rennen war gut, weil ich beim Start gesagt habe, ich werde gewinnen, weil ich meinem Talent vertraue. Ich startete meinen Angriff etwa neun Kilometer vor dem Ziel und lief ein Tempo von 2:45 min/km. Ich respektiere all diese Topläufer, es ist ein sehr starkes Feld, aber mit noch neun Kilometern vor dem Ziel war meine Geschwindigkeit zu hoch, als dass sie hätten mithalten können.“

Auf die Frage, ob er plane, im Jahr 2025 den Soweto-Marathon zu laufen, um seinen Titel zu verteidigen, antwortete er: „Offensichtlich werde ich meinen Titel beim Soweto-Marathon verteidigen.“ Insgesamt zeigte das Nedbank Green Dream Team seine dominierende Kraft: Mit dem Sieger sowie Teammitgliedern auf den Rängen fünf, acht und zehn erwies sich der Club erneut als Garant für vorzügliche Laufleistungen. Alle diese Athleten blieben deutlich unter der Drei-Stunden-Grenze.

Das Frauenrennen war ebenso beeindruckend und brachte Nedbank einen Doppelsieg. Die Siegerin Margaret Jepchumba (Nedbank/Kenia), im Vorjahr bereits Zweite des Rennens, vollendete den Triumph mit der herausragenden Zeit von 3:11:14 Std. und einem Vorsprung von über sieben Minuten auf ihre Clubläuferin Worke Degu Amena (Nedbank/Äthiopien), die in 3:18:59 Std. finishte. Insgesamt zeigten die Nedbank-Frauen eine starke Präsenz in den Top Ten.

Wie stark die Siegerin tatsächlich war, zeigt auch der Vergleich mit den Weltbesten: Sie liegt hinter Ultralauf-Königin Gerda Steyn auf Rang zwei der weltweiten Bestenliste. Worke Amena steigerte zudem ihre persönliche Bestzeit um 4:01 Minuten.

„Ich bin so dankbar, dieses Rennen gewonnen zu haben. Das Wetter war in Ordnung zum Laufen. Ich dachte nicht, dass ich gewinnen würde, als ich den Lauf gestartet habe, aber ich bin heute so glücklich, gewonnen zu haben.“ Obendrein gab es ein ordentliches Preisgeld.

Im Gesamtzeitvergleich liefen sechs Frauen unter 3:30 Stunden, was in der Weltbestenliste einer Platzierung bis Rang 25 entspricht. Im Männerfeld sind die Endzeiten aufgrund der stärkeren Konkurrenz weltweit Zeiten von 2:55 Std. bis Rang 30 gleichzusetzen – wohlgemerkt auf dieser anspruchsvollen Strecke und in dieser Höhenlage.

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