Laufschuhe haben eine begrenzte Haltbarkeit.
Je nachdem, wie häufig Laufschuhe getragen werden, müssen sie früher oder später ausgetauscht werden. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass ein Paar Laufschuhe rund 1.000 Kilometer getragen werden kann, bis es aussortiert werden soll.
Die tatsächliche Tragedauer hängt aber von vielen Faktoren ab, wie etwa dem Material der Schuhe, dem Gewicht der Schuhe und auch dem Gewicht des Läufers und von der Streckenbeschaffenheit, auf der die Schuhe vorrangig getragen werden.
Haltbarkeit von Laufschuhen
Grundsätzlich kann mit einer Haltbarkeit von 800 bis 1.200 Kilometer gerechnet werden, also im Schnitt 1.000 Kilometer.
Die Haltbarkeit von Laufschuhen ist von folgenden Faktoren abhängig:
- Qualität der Verarbeitung
- Gewicht und Material des Schuhe
- Gewicht des Läufers
- Untergrund der Strecke
- Lagerung des Schuhe
Kurze Haltbarkeit bei Wettkampfschuhe
Bei Lightweight-Laufschuhen ist mit einer etwas kürzeren Haltbarkeit zu rechnen. Da diese aufgrund der geringen Dämpfung aber ohnehin weniger "komfortabel" sind, ist der Qualitätsverlust mit zunehmendem Kilometerumfang nicht so drastisch wie etwa bei stark gedämpften Schuhen.
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Besonders eklatant ist die Haltbarkeit der neuen und teilweise extrem teuren Laufschuhe mit Carbonplatte. Diese Modelle, die für zahlreiche neue Weltrekorde auf den Langstrecken verantwortlich waren, sind nach rund 300 Kilometern ausgelaufen. Da für solche Laufschuhe Preise von bis zu 300 Euro zu bezahlen sind, kostet der Schuh also pro Kilometer einen Euro. Ziemlich absurd. Diese Schuhe sind allerdings ohnehin nur ambitionierten Halbmarathon- und Marathonläufern zu empfehlen.

Haltbarkeit bei Trainingsschuhen
Die klassischen Trainingsschuhe sind im Gegensatz zu den Lightweight-Schuhen stärker gedämpft und etwas schwerer. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt rund 1.000 Kilometer, ehe die Laufleistung deutlich spürbar durch die Abnutzungen beeinflusst wird. Dabei zu beachten ist, dass auch bereits zuvor Abnutzungen die Qualität des Schuhs und damit den Komfort leicht negativ beeinflussen können. Allerdings in einem Rahmen, der beim Lauftraining erträglich ist. Achtung bei billigen No-Name-Produkten: Diese müssen aufgrund der schlechten Verarbeitung möglicherweise deutlich früher ausgetauscht werden. Der Preisvorteil ist in diesem Fall dahin.
Das Gewicht des Läufers
Auch das Körpergewicht des Läufers kann die Haltbarkeit beeinflussen. Je schwerer die Person ist, desto kürzer kann die Lebensdauer sein, da die Schuhe durch das zusätzliche Gewicht stärker belastet werden. So könnte bei einem sehr schweren Läufer das gleiche Paar Laufschuhe durchaus auch nach 700 Kilometern ausgelaufen sein, während ein Normalgewichtiger 1.000 Kilometer mit dem Modell laufen kann.
Genauso müssen Läufer und Läuferinnen mit einer starken Überpronation eine kürzere Lebensdauer des Schuhs einplanen. Auch ein "extremes" Abrollen über die Ferse kann die Lebensdauer negativ beeinflussen.
Der Untergrund der Strecke
Bei der durchschnittlichen Lebensdauer wird davon ausgegangen, dass vorrangig auf Asphalt gelaufen wird. Schotter oder Trails führen zu einer frühzeitigen Abnutzung. Weiche Waldböden oder Wiese können hingegen die Lebensdauer des Schuhs sogar verlängern.
Nur ein Paar Laufschuhe ist zu wenig
Auch wenn du wenig läufst oder erst mit dem Laufen begonnen hast, empfehlen wir zumindest zwei Paar Laufschuhe. So gewöhnen sich unserer Füße nicht nur an einen Schuh. Das macht uns flexibler. Zudem kann sich dadurch die Lebensdauer der Schuhe verlängern, da die Schuhe zwischen den Einheiten genug Zeit zum Austrocknen haben.
Versuche zudem die Laufschuhe nicht in deiner Freizeit zu tragen. Zwar ist die Belastung beim Spazieren gehen für den Schuh weniger stark, trotzdem beeinflusst das die Haltbarkeit des Laufschuhs negativ.
Wie weiß ich, wann der Schuh ausgelaufen ist?

Unser Tipp: Protokoll führen. Es gibt Laufapps, wie etwa Strava, wo zu jeder Laufeinheit angegeben werden kann, mit welchem Schuh gelaufen wurde. Zudem kann ein Kilometerwert eingestellt werden, an dem eine Benachrichtigung über den Schuhverschleiß erfolgt. Wenn z.B. 800 Kilometer erreicht sind, informiert die App darüber.
Ansonsten lässt sich am schwindenden Komfort beim Laufen ein Qualitätsverlust erkennen. Ist die Sohle komplett platt gelaufen, ist der Schuh ebenfalls bereit für den Müll. Auch Knieschmerzen können durch ausgelaufene Laufschuhe begünstigt werden.
Wer z.B. 100 Kilometer pro Monat läuft, muss damit rechnen, dass der Schuh "spätestens" nach einem Jahr ausgelaufen ist, sofern nur ein Paar zum Laufen verwendet wird.
Zusammenfassung: Haltbarkeit von Laufschuhen
- Bis zu 1.000 Kilometer Haltbarkeit
- Leichte Schuhe mit Carbonplatte halten teilweise nur 300 Kilometer
- Hohes Körpergewicht und ein unnatürlicher Laufstil verkürzen die Lebensdauer
- Empfehlung: Mindestens 2 Paar Laufschuhe gleichzeitig besitzen
- Den Kilometerumfang des Schuhes protokollieren
- Abnutzungen lassen sich vor allem an der Sohle des Schuhes erkennen
- Eine zu lange Nutzung eines ausgelaufenen Schuhes kann Verletzungen provozieren
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