Sportriegel sind eine hervorragende Möglichkeit, die Energiereserven nach dem Sport, aber auch während und vor dem Training zu füllen.
Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen zwei großen Kategorien: Energieriegel bestehen aus möglichst vielen Kohlenhydraten, Eiweißriegel hingegen sind auf einen hohen Proteinanteil optimiert.
Welche Eigenschaften hat ein Energieriegel?
Bei einem Energieriegel sollte der Anteil an Kohlenhydraten überdurchschnittlich hoch sein. In Zahlen ausgedrückt muss der Riegel zu mindestens 50 % aus Kohlenhydraten bestehen, optimal sind 60 bis 70 %.
Solche Riegel eignen sich hervorragend zur Füllung der Glykogenspeicher (Kohlenhydratspeicher). Ein voller Energiespeicher ist vor allem im Ausdauersport essenziell. Zumindest dann, wenn wir lange eine Belastung konstant halten wollen. Da unser Glykogenspeicher maximal 90 Minuten Energie liefern kann, bis dieser vollständig geleert ist, steht unserem Körper somit nicht unbegrenzt Energie zur Verfügung. So etwa beim Laufen, wenn wir einen Marathon bestreiten.
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Ein Energieriegel hat u.a. das Ziel, die Speicher vor und während der Belastung zu füllen und nach dem Sport wieder aufzufüllen.
Ziele und Vorteile durch Energieriegel
- Füllen der Glykogenspeicher vor dem Sport
- Wiederaufladen der Speicher nach dem Sport
- Optimierung der Regeneration
- Mahlzeitersatz (nur unter bestimmten Umständen)
Als Mahlzeitersatz sollte ein Kohlenhydrat-Riegel allerdings nur bedingt angesehen werden. Denn die Nährwerte sind zwar für einen Sport-Snack gut, für den Alltag aber weniger tauglich. Immerhin ist der Zuckeranteil solcher Riegel oftmals sehr hoch, durchaus sogar im Bereich des Tagesbedarfs, wenn wir uns an die strenge Vorgabe der WHO orientieren, die maximal 25 Gramm künstlichen Zucker pro Tag empfiehlt.
Welche Eigenschaften hat ein Proteinriegel?
Wenig überraschend ist beim Proteinriegel ein hoher Anteil an Eiweiß (= Protein) das Ziel. Im Gegensatz zum Energieriegel sind aber nicht ganz so hohe Protein-Werte zwingend notwendig. Mehr als 30 % Protein (= 30 Gramm pro 100 Gramm) sollten es schon sein. Optimal sind etwa 50 Gramm Protein pro 100 Gramm.
Proteinriegel werden vor allem nach dem Sport eingesetzt, da unser Körper nach der Aktivität Eiweiß benötigt, um u.a. die Regeneration zu optimieren.
Im Ausdauersport ist etwa ein Verhältnis von 2:1 bis 3:1 Kohlenhydrate zu Proteinen nach dem Sport sinnvoll. Viele der Kohlenhydratriegel haben daher auch einen hohen Anteil an Proteinen, womit sich diese herausragend gut für die Energieaufnahme nach dem Sport eignen.
Ziele und Vorteile durch Proteinriegel
- Versorgen die Muskeln mit Energie
- Verbesserte und optimierte Regeneration nach dem Sport
- Oftmals gut als Mahlzeitersatz geeignet
Wie viel sollte ein Riegel kosten?
Da die Riegel der Hersteller unterschiedlich groß sind, ist ein Vergleich nur dann sinnvoll, wenn wir den Preis pro 100 Gramm oder pro 1.000 Gramm vergleichen. Immerhin ist es sehr wahrscheinlich, dass ein 30-Gramm-Riegel in absoluten Zahlen kostengünstiger ist, als ein 100-Gramm-Riegel.
Preiswert sind Riegel, die weniger als zwei Euro pro 100 Gramm kosten. Da viele Riegel 50 Gramm schwer sind, kann hier als Orientierung ein Preis von einem Euro pro Riegel genommen werden. Nach oben hin gibt es kaum Grenzen. Protenriegel sind in der Regel spürbar teurer. Da sind drei Euro pro 100 Gramm angebracht. Kostengünstig sind Riegel vor allem dann, wenn sie als Großpackung (z.B. 20 Stück) gekauft werden und nicht einzeln. In Supermärkten gibt es oftmals auch kostengünstige Massenware. Aber Achtung: Diese Produkte sind fast immer stark mit industriellem Zucker bestückt (= sehr kostengünstige Herstellung), wodurch sich das Produkt auf keinen Fall für den Alltagsgebrauch empfiehlt (Diabetes lässt grüßen), sondern mit Bedacht für den Sport eingesetzt werden darf.
Auch klassische Marken, wie Mars, Twix oder Kitkat eignen sich durchaus als Energiefüller nach dem Sport. Gesund sind sie natürlich für den Alltagsgebrauch sind...
Auf welche Kriterien muss bei Riegeln geachtet werden?
Bei Energieriegeln ist die Priorität auf einen hohen Anteil an Kohlenhydraten gelegt, im Bereich von 50 - 70 Gramm pro 100 Gramm. Unser Tipp: Der Zuckeranteil sollte nicht zu hoch sein. Wir empfehlen auf jeden Fall weniger als 50 % Zucker aus den Kohlenhydraten. Ein Riegel mit 60 Gramm Kohlenhydraten, sollte demnach weniger als 30 Gramm Zucker beinhalten. Je weniger, desto besser.
Beim Proteinriegel ist der Fokus auf den hohen Anteil an Eiweißen gesetzt. 30 % sollten es mindestens sein, herausragend sind 50 %.
Bei beiden Produkten ist zudem ein geringer Fettanteil vorteilhaft, da Fett die Aufnahme von Kohlenhydraten und Proteinen hemmen bzw. einschränken kann. Allerdings gibt es dazu Studien, die durchaus auch zu unterschiedlichen Auffassungen kommen. Grundsätzlich ist aber ein niedriger Fettanteil nicht von Nachteil. Optimal sind weniger als 10 %.
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